150 Tiroler fanden Hilfe beim Rauchfrei-Programm
Innsbruck – Fakten wie diese haben eigentlich Gewicht: Jedes Jahr fordert das Rauchen in Tirol 1400 Menschenleben. Doch die Sucht wiegt schw...
Innsbruck –Fakten wie diese haben eigentlich Gewicht: Jedes Jahr fordert das Rauchen in Tirol 1400 Menschenleben. Doch die Sucht wiegt schwerer als viele Argumente, die dafür sprechen würden, die Finger von der Zigarette zu lassen. Seit fast einem halben Jahr bietet der Verein sucht.hilfe BIN gemeinsam mit der Tiroler Gebietskrankenkasse und der Rehamed Tirol ein Rauchfrei-Programm an. Es sei gelungen, rund 150 Tiroler anzusprechen, die ansonsten von den üblichen Präventionsprogrammen, zum Beispiel in Betrieben, nicht erreicht würden, zog Christian Haring, BIN-Obmann, ein erstes Fazit.
„Viele starke Raucher leiden nicht nur wegen ihres übermäßigen Zigarettenkonsums, im Hintergrund befinden sich oft schwere Depressionen oder andere psychische Erkrankungen. Diese Raucher brauchen zusätzliche Hilfe und Unterstützung, die manchmal weit über ein herkömmliches Raucherentwöhnungsprogramm hinausgehen. Ein stabiler psychischer Zustand wird für viele Betroffene zur Voraussetzung für ein Leben ohne Zigaretten“, erklärt der Psychiatrie-Primar am LKH Hall.
In dem sechswöchigen Programm werden Gespräche mit den Betroffenen genauso wie Lungenfunktions- sowie Leistungstest in die Waagschale geworfen, damit am Ende die Überzeugung überwiegt, mit dem Rauchen aufzuhören. TGKK-Direktor Arno Melitopulos betonte den nachhaltigen Ansatz des Programms: „Betroffene werden auf den Rauch-Stopp vorbereitet und begleitet. Nach Seminarende werden die Leistungstests wiederholt. Mit dem Rauchfrei-Seminar haben wir eine niederschwellige und professionelle Begleitung zum Rauch-Stopp geschaffen“, sagte er und kündigte an, dass nach der Pilot-Phase das Programm fortgesetzt werde. (TT)