Irans Präsident droht wegen Anerkennung Jerusalems mit Konsequenzen

Teheran/Jerusalem (APA/dpa) - Der Iran hat die geplante Entscheidung der USA zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels harsch kritis...

Teheran/Jerusalem (APA/dpa) - Der Iran hat die geplante Entscheidung der USA zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels harsch kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. Jerusalem gehört laut Präsident Hassan Rouhani den Palästinensern sowie den Muslimen weltweit. „Mit diesem heiligen Ort sollte man die Muslime nicht provozieren“, warnte der Kleriker am Mittwoch.

Das sei nicht mehr nur Politik. Die Heiligtümer von Muslimen weltweit stünden auf dem Spiel. „Da kann und wird der Iran nicht stillsitzen“, so der Präsident.

Rouhani forderte alle Muslime sowie die Organisation der Islamischen Staaten auf, sich gegen diese „amerikanisch-zionistische Verschwörung“ zu vereinen. Auch die Palästinenser sollten „mutiger als je zuvor“ gegen diese Entscheidung protestieren, sagte Rouhani bei einem Treffen mit Irans Oberstem Führer Ayatollah Ali Khamenei.

Khamenei selbst hatte die geplante Anerkennung Jerusalems als Zeichen der Schwäche gewertet. Dieser Schritt werde die Befreiung der Palästinensergebiete von der israelischen Besetzung nicht stoppen, betonte Khamenei am Mittwoch. „Jerusalem zur Hauptstadt des besetzten Palästinas (d. h. Israels, Anm.) zu erklären, zeigt lediglich die Verzweiflung und Handlungsunfähigkeit.“

Dieser Schritt belege erneut, dass die USA und Israel ihre Ziele in Palästina nicht voranbringen könnten. „Letztendlich jedoch wird Palästina befreit werden, und die Palästinenser sowie die islamische Welt werden als Sieger dastehen“, so der Ayatollah, der laut iranischer Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.