Bundesheer-Einsatz an ungarisch-serbischer Grenze beendet
Wien (APA) - Der Einsatz des österreichischen Bundesheeres im ungarischen Grenzgebiet zu Serbien ist beendet. Die Soldaten sind nach Österre...
Wien (APA) - Der Einsatz des österreichischen Bundesheeres im ungarischen Grenzgebiet zu Serbien ist beendet. Die Soldaten sind nach Österreich zurückgekehrt, wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte. Zuletzt waren 56 Bundesheerangehörige an der serbisch-ungarischen Grenze im Einsatz gewesen.
Das Kontingent von insgesamt 225 Soldaten der drei Pionierbataillone aus Villach, Salzburg und Melk hatte seit November 2016 die ungarischen Behörden auf Ersuchen Budapests beim Schutz der Schengen-Außengrenze unterstützt. Laut Verteidigungsministerium handelte es sich um einen humanitären Einsatz. Dabei ging es nicht direkt um Grenzsicherung, sondern um die Instandsetzung der Straßeninfrastruktur im Grenzgebiet sowie den Container-Transport. Insgesamt seien mithilfe von rund 60 Fahrzeugen rund 12,5 Kilometer Straßen instand gesetzt worden, hieß es. Offiziell läuft das Mandat am 31. Dezember aus.
Ungarn gehörte in der Flüchtlingskrise vor zwei Jahren zu den Hardlinern innerhalb der EU und wurde dafür auch immer wieder von Österreich kritisiert. Im Jahr 2015 kamen mehr als 400.000 Flüchtlinge auf ihrem Weg Richtung Westeuropa durch Ungarn. Das Land errichtete daraufhin einen mit Stacheldraht bewehrten Zaun an der Grenze zu Serbien und Kroatien und schloss im Herbst 2015 seine Grenze. Die wenigen Flüchtlinge, die seither noch ins Land kommen, werden in grenznahen Transitzonen festgehalten.