Kanadische Kaufhof-Mutter HBC kämpft mit Umsatzrückgang und Verlusten

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der kanadische Kaufhof-Mutterkonzern HBC rutscht wegen der zunehmenden Konkurrenz der Online-Händler immer tiefer...

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der kanadische Kaufhof-Mutterkonzern HBC rutscht wegen der zunehmenden Konkurrenz der Online-Händler immer tiefer in die roten Zahlen. Im dritten Quartal habe sich der Verlust auf 243 (Vorjahr: 125) Mio. kanadische Dollar fast verdoppelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dies entspricht einem Verlust von etwa 162 Mio. Euro.

Der Umsatz sank auf 3,16 (3,3) Mrd. kanadische Dollar. Die Zahlen entsprächen nicht den Erwartungen, räumte Finanzchef Ed Record ein. HBC äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht weiter zu dem Übernahmeangebot des österreichischen Immobilieninvestors und Karstadt-Eigners Rene Benko für Kaufhof.

Benkos Signa-Holding hatte vor über einem Monat ein Angebot über rund drei Milliarden Euro für Kaufhof vorgelegt. HBC hatte in einer ersten Stellungnahme aber reserviert reagiert und das Angebot als unvollständig und unverbindlich bezeichnet.

HBC übernahm Kaufhof 2015. Aber auch unter dem neuen Eigner läuft es nicht rund. Kaufhof leidet ebenfalls unter Umsatzrückgängen und Verlusten. Das Kaufhof-Management drängt die Gewerkschaft Verdi zudem zu Gesprächen über einen neuen Tarifvertrag. So will es bei Löhnen und Gehältern der Mitarbeiter sparen.

HBC selbst hatte zuletzt für mehr als 700 Mio. Euro eine Immobilie in New York verkauft, einen neuen Investor an Bord geholt und ein Bündnis mit dem Büroflächen-Anbieter WeWork geschmiedet.