Wiener Börse (Nachmittag) - ATX im Verlauf weiter tiefer

Wien (APA) - Die Wiener Börse am Mittwochnachmittag weiter tiefer tendiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.313,18 Punkten errechnet, das i...

Wien (APA) - Die Wiener Börse am Mittwochnachmittag weiter tiefer tendiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.313,18 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 23,64 Punkten bzw. 0,71 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,87 Prozent, FTSE/London +0,16 Prozent und CAC-40/Paris -0,50 Prozent.

Am Nachmittag hellte sich die Stimmung am heimischen Aktienmarkt nicht auf. Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte verzeichneten mehrheitlich Kursverluste. Zuvor hatten bereits die Börsen in den USA und in Asien teils deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Die im Verlauf veröffentlichten Daten vom US-Arbeitsmarkt vermochten die Kurse in Europa nicht zu stützen: Nach Zahlen des privaten Dienstleisters ADP sind im November 190.000 neue Jobs dazugekommen. Analysten hatten dies erwartet. Der offizielle Arbeitsmarktbericht von staatlicher Seite folgt am Freitag.

Belastet wurde der ATX unter anderem von deutlichen Kursverlusten in Index-Schwergewichten wie Erste Group (minus 1,90 Prozent auf 35,30 Euro) und Wienerberger (minus 1,29 Prozent auf 18,39 Euro). Noch deutlicher abwärts ging es für Vienna Insurance (minus 2,41 Prozent auf 24,95 Euro) und die bereits am Vortag unter Druck geratenen Zumtobel-Aktien (minus 2,43 Prozent auf 10,05 Euro). Das Vorarlberger Beleuchtungsunternehmen hatte am Dienstag für die abgelaufenen beiden Quartale einen Gewinneinbruch gemeldet.

FACC-Titel fielen ebenfalls deutlich um 2,93 Prozent auf 13,60 Euro, obwohl der oberösterreichische Flugzeugzulieferer einen weiteren Großauftrag für den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier an Land gezogen hat. Im Juni hatte es einen Auftrag für Flügel-Rumpf-Verkleidungen im Wert von 100 Mio. Euro gegeben. Diesmal soll es um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gehen.

Gegen den Trend sehr fest notierten Wolford, die mit einem Plus von 3,32 Prozent auf 12,93 Euro größte Gewinner im prime market waren. Der finanziell angeschlagene Vorarlberger Strumpfhersteller ist im zweiten Geschäftsquartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Ebenfalls aufwärts ging es für die Aktien der Strabag mit einem Kurszuwachs von 0,77 Prozent auf 32,79 Euro. Der Baukonzern hat im Zusammenhang mit einem Altprojekt in der Region „Middle East“ einen Vergleich geschlossen. Daraus ist noch im laufenden Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags zu erwarten. Bei einem Großprojekt in China gebe es hingegen „erhebliche Unsicherheiten“, teilte die Strabag außerdem mit. Die angestrebte EBIT-Marge von zumindest 3 Prozent sei aber dennoch „gut abgesichert“.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsbeginn bei 3.336,99 Punkten, das Tagestief lag um etwa 12.45 Uhr bei 3.305,96 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,73 Prozent bei 1.669,52 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market acht Titel mit höheren Kursen, 30 mit tieferen und keiner unverändert.

Bis dato wurden im prime market 2.330.630 (Vortag: 2.118.915) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 57,557 (49,04) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 236.466 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,38 Mio. Euro entspricht.

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