Kirchenoberhäupter in Jerusalem warnen Trump vor irreparablem Schaden
Jerusalem (APA/dpa) - Kirchenoberhäupter in Jerusalem haben US-Präsident Donald Trump gewarnt, Änderungen des Status quo in der Stadt könnte...
Jerusalem (APA/dpa) - Kirchenoberhäupter in Jerusalem haben US-Präsident Donald Trump gewarnt, Änderungen des Status quo in der Stadt könnten „irreparablen Schaden“ verursachen.
Eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels würde „mehr Hass, Konflikt, Gewalt und Leid in Jerusalem und im Heiligen Land auslösen“, schrieben Patriarchen und Bischöfe von zwölf christlichen Konfessionen in einem am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Brief.
„Wir sind zuversichtlich, dass Israelis und Palästinenser mit starker Unterstützung unserer Freunde auf eine dauerhafte und gerechte Friedenslösung hinarbeiten können“, hieß es in dem Schreiben. Gerade vor Weihnachten bitte man den Präsidenten, dabei zu helfen, gemeinsam „einen gerechten Frieden für alle Völker in dieser einzigartigen heiligen Stadt aufzubauen“.
Nach Angaben aus dem Weißen Haus will Trump Jerusalem entgegen internationaler Gepflogenheiten als Hauptstadt Israels anerkennen. Israel hatte den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems 1967 erobert und später annektiert. Es beansprucht die ganze Stadt als Hauptstadt. Dies ist international nicht anerkannt. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.