Russland wirft US-Geheimdiensten Rekrutierung von Journalisten vor
Moskau (APA/AFP) - Russland hat den US-Geheimdiensten vorgeworfen, sie würden versuchen, russische Journalisten zu rekrutieren. Es handle si...
Moskau (APA/AFP) - Russland hat den US-Geheimdiensten vorgeworfen, sie würden versuchen, russische Journalisten zu rekrutieren. Es handle sich dabei um eine Aggression nicht nur gegenüber Russland, sondern auch gegenüber der Meinungsfreiheit, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax.
„In der letzten Zeit sind russische Journalisten, einschließlich derer, die sich in den USA aufhalten, unter starken Druck von Spezialeinheiten geraten, insbesondere durch Rekrutierungsversuche“, sagte Sacharowa.
Der US-Kongress hatten Ende November dem russischen Fernsehsender RT (früher Russia Today) die Akkreditierung entzogen. Zuvor hatte sich der Sender nach Vorwürfen von Manipulationsversuchen in der US-Politik als „ausländischer Agent“ registrieren müssen.
Am Mittwoch hatte Russland darauf reagiert und neun regierungsnahe US-Medien ebenfalls die Akkreditierung für das Parlament entzogen. Zuvor hatte Moskau die US-Medien ebenfalls als „ausländische Agenten“ eingestuft. Zu den betroffenen US-Medien gehören die Sender Voice of America und Radio Free Europe/Radio Free Liberty, die vom US-Kongress finanziert werden. Die Einstufung zwingt die Medien unter anderem dazu, ausländische Geldquellen gegenüber Behörden offenzulegen.