Juncker: Weitere Vorgehensweise mit Westbalkanstaaten Mitte 2018

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will laut ihrem Präsidenten Jean-Claude Juncker in den nächsten „acht, neun Monaten“ eine Entscheidung übe...

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will laut ihrem Präsidenten Jean-Claude Juncker in den nächsten „acht, neun Monaten“ eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise mit „jedem einzelnen“ Westbalkanstaat treffen. Alle diese Länder hätten eine europäische Perspektive, sagte Juncker nach einem Treffen mit dem mazedonischen einem Treffen mit dem mazedonischen Premier Zoran Zaev am Mittwoch. Skopje attestierte er einen „bemerkenswerten Fortschritt“.

Der Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland blockiert seit Jahren die Beitrittsgespräche Skopjes mit der EU. Mit Athen, erklärte Juncker bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel, werde es diesbezüglich ein Treffen in den kommenden Monaten geben. Auch, erklärte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn, müsste Skopje noch weiter von der EU geforderte Reformen umsetzen, damit an den nächsten Schritt gedacht werden könne.

Die Europäische Union hat den sechs Westbalkan-Staaten schon im Jahr 2003 eine Beitrittsperspektive eingeräumt: Mit Montenegro und Serbien haben bereits Beitrittsgespräche begonnen, Albanien und Mazedonien wurde der Kandidatenstatus zuerkannt, Bosnien-Herzegowina und der Kosovo gelten als „potenzielle“ Kandidaten für einen EU-Beitritt.