Europas Leitbörsen zur Eröffnung fester erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Den europäischen Börsen winken am Donnerstag wieder leichte Zugewinne. Starke Vorgaben kamen aus Fernost w...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Den europäischen Börsen winken am Donnerstag wieder leichte Zugewinne. Starke Vorgaben kamen aus Fernost wo der japanische Leitindex Nikkei-225 knapp eineinhalb Prozent zulegen konnte.

Beim deutschen DAX stehen die Zeichen nach dem schwachen Mittwoch wieder auf Erholung. Eine halbe Stunde vor dem Börsenstart notierte der FDAX als außerbörslicher Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex 0,26 Prozent über dem gestrigen Schlussstand bei 13.042,00 Punkten. Beim vortags gleichermaßen schwächelnden Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zeichnete sich am Donnerstagmorgen ein ähnliches Plus ab. Der Index wird bei 3.565 Punkten erwartet. Das entspricht einem Plus von 0,17 Prozent.

Damit dürfte sich die jüngste Kursentwicklung des DAX fortsetzen: Seit Mitte November ist er in einer mehr oder weniger engen Handelsspanne um die viel beachtete Marke von 13.000 Punkten gefangen.

Aktuell zeige sich das Börsenbarometer unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, schrieb Analyst Timo Emden vom Research-Dienst DailyFX Deutschland. Die Stimmung könnte jedoch schneller kippen als gedacht und dem Dax erneut einen kräftigen Dämpfer verpassen.

Emden verwies auf Nordkorea sowie die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, was auf massive Kritik vor allem in der arabischen Welt stieß. Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler sehen darin eine große Gefahr für den Friedensprozess in Nahost.

Am deutschen Aktienmarkt sorgten vorbörslich einige Analystenkommentare für vorbörsliche Kursbewegungen. Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Evonik büßten wegen einer neuen Verkaufsempfehlung der Schweizer Bank UBS auf der Handelsplattform Tradegate rund 2 Prozent ein. Dagegen legten die Titel von Konkurrent Lanxess um fast 3 Prozent zu, da die Schweizer sie hochstuften und nun zum Kauf raten.

Derweil drohen den vortags um über 60 Prozent abgestürzten Steinhoff-Aktien weitere Verluste - zuletzt standen sie bei Tradegate rund 14 Prozent im Minus bei 0,95 Euro. Im schwelenden Bilanzskandal hatte der Ikea-Rivale am Vorabend die Notbremse gezogen und sich wegen Unregelmäßigkeiten in den Büchern von seinem Chef Markus Jooste getrennt. Zudem verschob das Unternehmen die Vorlage seiner Jahreszahlen auf unbestimmte Zeit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA058 2017-12-07/08:48