„Postkarten-Räuber“ - In Bayern verübte Taten in Vbg. vor Gericht

Bregenz/Kempten (APA) - Der sogenannte „Postkarten-Räuber“ wird sich am Landesgericht Feldkirch auch für die in Deutschland begangenen Überf...

Bregenz/Kempten (APA) - Der sogenannte „Postkarten-Räuber“ wird sich am Landesgericht Feldkirch auch für die in Deutschland begangenen Überfälle verantworten müssen. Der Serien-Bankräuber soll elf Raubüberfälle in Vorarlberg und drei in Bayern begangen haben. Die Staatsanwaltschaft Kempten (Bayern) stimmte laut einem Bericht der „Vorarlberger Nachrichten“ (Donnerstag) der Auslieferung nach Österreich zu.

Der 54-jährige Tiroler mit Wohnsitz im Bezirk Landeck wurde als „Postkarten-Räuber“ bekannt, weil er zweimal nach Überfällen Postkarten verschickte, in denen er weitere Taten ankündigte. Er war seit 2008 aktiv, im September 2017 wurde der 54-Jährige nach einem missglückten Coup festgenommen. Er sitzt seither in der Justizanstalt Kempten in Untersuchungshaft.

Zunächst war angenommen worden, dass dem Mann erst in Deutschland, dann in Österreich der Prozess gemacht wird. Nun erklärte die Staatsanwaltschaft Kempten laut dem Zeitungsbericht: „Eine Verhandlung wird in Deutschland nicht stattfinden. Die ebenso ermittelnde Staatsanwaltschaft Feldkirch hat die Übergabe des Beschuldigten beantragt. Diese wurde antragsgemäß bewilligt.“ Die Staatsanwaltschaft Feldkirch führt damit auch die dem Beschuldigten in Deutschland zur Last gelegten Taten. Der Zeitpunkt der Auslieferung nach Österreich wurde noch nicht fixiert.