Nur 66 Prozent der Kapitalerhöhung bei Krisenbank Carige gezeichnet

Rom (APA) - Die italienische Bank Carige hat ihre Kapitalerhöhung nicht komplett über die Bühne gebracht. Aktionäre haben lediglich 66 Proze...

Rom (APA) - Die italienische Bank Carige hat ihre Kapitalerhöhung nicht komplett über die Bühne gebracht. Aktionäre haben lediglich 66 Prozent einer 560 Mio. Euro schweren Kapitalerhöhung gezeichnet, teilte das Geldhaus mit. Damit hat die Bank aus Genua 377 Mio. Euro eingenommen.

Carige-Chef Paolo Fiorentino erklärte im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Donnerstag, dass nach der Kapitalerhöhung eine neue Ära in der Geschichte der Bank beginne. Trotz der schwierigen Situation habe die Bank von den Kernaktionären Unterstützung erhalten. „Diese Bank hat mit eigenen Kräften einen Ausweg aus einer schwierigen Situation gefunden“, sagte Fiorentino, der bis Juli 2016 stellvertretender Generaldirektor der Bank-Austria-Mutter UniCredit war.

Italiens neuntgrößte Bank hat allein seit 2013 Verluste in Höhe von fast 3 Mrd. Euro angehäuft. Die Mailänder Börse reagierte positiv auf das Ende der Kapitalerhöhung bei Carige. Die Aktie des Geldhauses legte am Donnerstagvormittag um 3 Prozent auf 0,01 Euro zu.