Olympia: Auch Mutko unterstützt startwillige russische Athleten

Pyeongchang/Moskau (APA/Reuters) - Nach Präsident Wladimir Putin hat auch der mächtigste Sport-Funktionär Russlands, Witali Mutko, seine Unt...

Pyeongchang/Moskau (APA/Reuters) - Nach Präsident Wladimir Putin hat auch der mächtigste Sport-Funktionär Russlands, Witali Mutko, seine Unterstützung für russische Sportler, die an den Olympischen Spielen in Pyeongchang teilnehmen wollen, versichert. Nach dem Ausschluss des russischen NOK für die Winterspiele im Februar sowie der lebenslangen Sperre für Mutko dürfen saubere, russische Sportler unter IOC-Flagge ja antreten.

„Für uns haben die Interessen der Athleten immer Priorität“, zitierte die Agentur TASS den Vize-Regierungschef Mutko. „An den Olympischen Spielen teilzunehmen, ist ein Recht der Athleten. Das werden wir respektieren und werden das auch voll unterstützen“, so Mutko.

Der ehemalige Sportminister, der während der Spiele 2014 in Sotschi in dieser Funktion tätig war, wollte sich allerdings nicht zum gegen ihn verhängten Olympia-Bann auf Lebenszeit äußern. „Ich möchte die mich betreffende IOC-Entscheidung nicht beurteilen. Es ist jetzt nicht die Zeit, an mich selbst zu denken.“

Die russischen Behörden hatten die Vorwürfe des systematischen, vom Staat unterstützten Dopings vehement zurückgewiesen und volle Kooperation mit internationalen Sport-Behörden zugesagt. In den Wochen vor der Entscheidung am vergangenen Dienstag sind über 20 russische Athleten, die 2014 in Sotschi am Start waren, wegen angeblicher Verletzung der Anti-Doping-Regeln lebenslang gesperrt worden.

Für den russischen Premierminister Dmitri Medwedew ist die IOC-Entscheidung politisch motiviert. „Die Entscheidung wurde im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in unserem Land getroffen, um eine gewisse Stimmung in unserer Gesellschaft zu erzeugen“, ist sich Medwedew sicher. Man verstehe im Ausland sehr gut, wie wichtig der Sport im Land sei. „Für Millionen Menschen war diese Entscheidung ein schwerer Schlag.“