Spängler rät Anlegern 2018 zu Aktien aus Europa und Schwellenländern

Wien/Salzburg (APA) - Das Investmenthaus Spängler IQ Invest sagt für 2018 ein beschleunigtes Weltwirtschaftswachstum voraus. Erstmals seit d...

Wien/Salzburg (APA) - Das Investmenthaus Spängler IQ Invest sagt für 2018 ein beschleunigtes Weltwirtschaftswachstum voraus. Erstmals seit der Finanzkrise gebe es einen synchronen Aufschwung in den USA, Europa und Japan, Haupttreiber seien die steigende Beschäftigung, niedrige Realzinsen und hohe Gewinnmargen. Anlegern raten die Salzburger Marktexperten weiterhin zu Aktien - vor allem aus Europa und Schwellenländern.

„Die Assetklasse Aktien sollte im Jahr 2018 mit Fokus auf europäische und EM-Aktien (Emerging Markets, Anm.) moderat übergewichtet werden. US-Aktien sind bereits relativ hoch bewertet, daher sollten US-Aktien neutral gewichtet werden“, so Universitätsprofessor Josef Zechner, Mitglied der wissenschaftlichen Leitung bei Spängler IQAM Invest, am Donnerstag in einer Aussendung.

Die - investitionsfreundliche - Steuerreform in den USA treibe die Bewertungen des US-Aktienmarkts deutlich über den historischen Durchschnitt, meint Spängler-IQAM-Invest-Geschäftsführer Thomas Steinberger. Europäische Aktienmärkte seien dagegen derzeit noch attraktiver gepreist als die US-Märkte und würden durch die gute Konjunktur unterstützt. Der Experte warnt jedoch vor politischen Risiken in Europa, die kommendes Jahr schlagend werden könnten, etwa durch die bevorstehenden Italien-Wahlen oder einen „No Deal“-Brexit, wenn also Großbritannien die EU ohne Einigung mit Brüssel verlässt.

Schwellenländer hält Spängler IQAM Invest ebenfalls noch für interessant, wenngleich auch hier politischen Risiken in den islamischen Staaten und in Nordkorea bestünden. In China könnte das Finanzsystem ins Schlingern kommen, wenn das Kreditwachstum höher ausfalle als das nominelle Wirtschaftswachstum.

Bei Anleihen rät Spängler IQAM Invest zu einer Untergewichtung von Unternehmensbonds und einer leichten Übergewichtung von Emerging-Markets-Anleihen. „Fremdwährungsanleihen sollten nur selektiv gehalten werden, da der Euro weiterhin tendenziell unterbewertet ist“, so Zechner. Geldmarktpapiere sollten überhaupt gemieden werden.