Streik der Geheimdienstagenten in Slowenien
Ljubljana (APA/AFP) - Aus Protest gegen niedrige Gehälter sind die Mitarbeiter des Geheimdienstes in Slowenien in den Streik getreten. Die R...
Ljubljana (APA/AFP) - Aus Protest gegen niedrige Gehälter sind die Mitarbeiter des Geheimdienstes in Slowenien in den Streik getreten. Die Regierung in Ljubljana bestätigte am Donnerstag entsprechende Zeitungsberichte. Die Geheimdienstagenten fordern bessere Arbeitsbedingungen und Gehaltserhöhungen - obwohl sie eigentlich überhaupt nicht streiken dürfen.
Die rund 300 Mitarbeiter des Geheimdienstes Sova seien deswegen dazu übergegangen, nur die dringendsten Aufgaben zu erledigen, berichtete die Tageszeitung „Dnevnik“. Nach Informationen slowenischer Medien beträgt die monatliche Bezahlung zwischen 750 und 1.000 Euro und liegt damit unter dem Durchschnittseinkommen von 1.047 Euro.
Die Regierung betonte, trotz des Streiks würden alle Aufgaben zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit Sloweniens erfüllt. Der kleine Balkan-Staat mit zwei Millionen Einwohnern verzeichnet derzeit das stärkste Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Nach einer Rezession 2013 hatte die Regierung Sparmaßnahmen eingeleitet, die insbesondere Pensionen und Gehälter im öffentlichen Dienst betreffen.