Biathlon: DSV-Damen-Duell in Hochfilzen: Dahlmeier gegen Herrmann
Hochfilzen (APA) - Neun Monate nach ihren fünf Goldmedaillen bei der WM in Hochfilzen ist Laura Dahlmeier der große weibliche Star der Biath...
Hochfilzen (APA) - Neun Monate nach ihren fünf Goldmedaillen bei der WM in Hochfilzen ist Laura Dahlmeier der große weibliche Star der Biathlon-Weltcup-Bewerbe in Tirol. Nach verspätetem Einstieg wegen einer Erkältung trifft sie auf der zweiten Station u.a. auf ihre Landsfrau, die zweifache Saisonsiegerin Denise Herrmann. Lokalmatadorin Lisa Theresa Hauser hat sich einen Top-15-Platz zum Ziel gesetzt.
„Hochfilzen ist voller positiver Erinnerungen. Schön, wieder herzukommen!“, schrieb Dahlmeier auf Facebook. Die 24-Jährige hatte bei der WM zuvor Unerreichtes geschafft und sich später auch die Gesamtweltcup-Trophäe gesichert.
Vor dem Sprint am Freitag (14.15 Uhr/live ORF eins) ist Dahlmeier mit Prognosen aber vorsichtig. „Dass meine Form gleich bei einhundert Prozent sein wird, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich freue mich, dass es am Wochenende auch für mich losgeht.“
Mit Herrmann, die im Mai 2016 vom Skilanglauf gewechselt war, erwuchs Dahlmeier große Konkurrenz. Sie sei nicht so verwegen zu sagen, dass sie nun jedes Wochenende gewinnen werde, betonte Herrmann. Ihr fehle auch noch die Erfahrung, sagte die 28-Jährige nach ihren ersten zwei Siegen in Sprint und Verfolgung in Schweden. Als Weltcup-Spitzenreiterin nach drei Rennen startet die Französin Justine Braisaz in Hochfilzen.
Lisa Theresa Hauser führt in den Heimbewerben das ÖSV-Quartett mit Katharina Innerhofer, Christina Rieder und Dunja Zdouc an. Zdouc ist eine ihrer Trainingskolleginnen in der „Biathlonschmiede“ außerhalb des ÖSV.
Erklärtes Saisonziel Hausers ist der erste Karriere-Podestplatz im Weltcup. Gegenüber der APA überraschte sie mit der Aussage, dass die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nicht zu ihren großen Zielen zählten. „Das ist mir nicht so wichtig“, betonte die Kitzbühelerin. Das habe nichts damit zu tun, dass sie beim jüngsten Großereignis, der Heim-WM, weit unter den hohen Erwartungen geblieben war.
Die größte Chance, diesen Winter einen Top-3-Platz zu erreichen, sieht Hauser in den Bewerben mit viermaligem Schießen, also Verfolgung, Massenstart und Einzelbewerb. Sie gilt als sichere Schützin, bei der Junioren-WM 2013 war sie im Einzelbewerb Zweite hinter Dahlmeier.
Läuferisch müsse sie sich im Vergleich zur Elite noch steigern, sagte die Tirolerin. „Aber für meine (wenigen, Anm.) Trainingsjahre ist es ganz gut“, hielt die 23-Jährige fest. Am Wochenende vor den eigenen Fans anzutreten, sei ein schönes Gefühl, erklärte Hauser. „Ich hatte in Hochfilzen schon gute Rennen. Dass wir den schwierigen Zulauf zum Schießstand die gesamte Vorbereitung trainieren können, ist sicher ein kleiner Vorteil.“