Prozess gegen Mann - Vertagt, Angeklagter enthaftet

Wien (APA) - Der Prozess gegen den 41-jährigen Vater wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Verteidiger Rudolf Mayer, der die Schuldlosigkeit d...

Wien (APA) - Der Prozess gegen den 41-jährigen Vater wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Verteidiger Rudolf Mayer, der die Schuldlosigkeit des Mannes beweisen will, beantragte die Einvernahme weiterer Zeugen sowie die Einholung eines DNA- sowie eines gerichtsmedizinischen Gutachtens.

Hätte der Angeklagte den Achtjährigen am Hals gepackt, müsste es DNA-Spuren geben, argumentierte Mayer: „Es wurde zwar ein DNA-Abstrich genommen. Der wurde bisher aber nicht ausgewertet.“ Die Beiziehung eines Gerichtsmediziners hielt Mayer für erforderlich, „weil beim Packen am Hals Würgemale entstehen hätten müssen. Die Polizeibeamten und das Spital haben aber keine äußeren Verletzungsanzeichen vermerkt“.

Nach der Verhandlung wurde einem Enthaftungsantrag des Verteidigers stattgegeben. Der Angeklagte wurde nach über dreiwöchiger U-Haft gegen gelindere Mittel auf freien Fuß gesetzt. Ihm wurden die Weisungen erteilt, jeden Kontakt zu Zeugen zu meiden und bis auf Weiteres die betreffende Schule nicht mehr aufzusuchen.