EU weist Vorwürfe zu Handelspakt mit Mercosur-Staaten zurück
Brüssel (APA/dpa) - Nach Anschuldigungen von Greenpeace hat die EU-Kommission versichert, dass der geplante Freihandelspakt mit dem südameri...
Brüssel (APA/dpa) - Nach Anschuldigungen von Greenpeace hat die EU-Kommission versichert, dass der geplante Freihandelspakt mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur nicht den Verbraucherschutz beim Import von Fleisch gefährde. Alle Produkte, die nach Europa geliefert werden, müssten auch weiterhin alle EU-Standards für Nahrungsmittelsicherheit erfüllen, sagte ein Sprecherin am Donnerstag.
In diesem Punkt gebe es keinerlei Verhandlungsspielraum, sagte die Sprecherin. Greenpeace hatte der EU-Kommission zuvor unter Berufung auf ältere Verhandlungsdokumente vorgeworfen, Zugeständnisse machen zu wollen. So sei sie bereit, laxere Kontrollen der Lebensmittel und um bis zu 50 Prozent höhere Fleischimporte zu akzeptieren, wenn die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ihrerseits die Zölle für den Export von Autos und Autoteilen aus der EU senkten.
EU und Mercosur verhandeln seit Jahren über einen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen, der Unternehmen Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe bringen soll. Die EU-Seite hofft auf eine Grundsatzeinigung noch in diesem Jahr. Der Staatenbund Mercosur ist mit einer Bevölkerung von mehr als 260 Millionen Menschen und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 2,1 Billionen Euro einer der großen Wirtschaftsräume der Welt.