Brexit - Gemischte Reaktionen in Großbritannien und Irland
London/Brüssel/Dublin (APA/dpa) - Der Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen hat am Freitag in Großbritannien und Irland gemischte Reaktion...
London/Brüssel/Dublin (APA/dpa) - Der Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen hat am Freitag in Großbritannien und Irland gemischte Reaktionen ausgelöst. Die Boulevardzeitung „The Sun“ titelte in ihrer Onlineausgabe: „Hard won“ (etwa: „Schwer erkämpfter Sieg“).
Umstritten war bis zuletzt vor allem die Frage, wie Grenzkontrollen an der Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland verhindert werden können. Die Chefin der nordirischen DUP (Democratic Unionist Party), Arlene Foster, sagte, die britische Premierministerin Theresa May habe ihr eine klare Bestätigung gegeben, dass ganz Großbritannien die EU, den europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen werde.
Es habe seit Anfang der Woche einen „substanziellen Fortschritt“ bei dem Text gegeben. Trotzdem gebe es noch Angelegenheiten, die sie gerne geklärt hätte. „Uns ist die Zeit ausgegangen“, sagte Foster dem Nachrichtensender Sky News.
Der irische Außenminister Simon Coveney twitterte: „Sehr gutes Ergebnis für alle auf der irischen Insel - garantiert keine befestigte Grenze!“
Weniger zufrieden zeigte sich der Brexit-Vorkämpfer und ehemalige Chef von UKIP (UK Independence Party), Nigel Farage. „Ein Abkommen mit Brüssel ist eine gute Neuigkeit für Frau May, da wir jetzt in die nächste Phase der Erniedrigung eintreten können“, twitterte Farage.