Neuschnee und Sturm: Verschärfte Lawinensituation in Westösterreich
Bis zum Sonntag könnte sich die Lage zusätzlich verschlechtert, da weiterer Schneefall prognostiziert wird. Wintersportler sollten vor allem über 1800 Metern extrem vorsichtig sein.
Bregenz/Innsbruck – Die Lawinensituation in Westösterreich hat sich am Samstag verschärft. Die Lawinenwarndienste in Vorarlberg und Tirol wiesen auf „heikle Bedingungen“ für Wintersportler hin. In beiden Bundesländern herrschte verbreitet erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfstufigen Gefahrenskala, in Vorarlberg teilweise oberhalb von 1600 Meter, in Tirol oberhalb von 1800 Meter.
Der bis Samstag früh gefallene Neuschnee (in Vorarlberg bis zu 40 Zentimeter, in Tirol bis zu 20 Zentimeter), der durch stürmischen Wind noch verfrachtet wurde, bildete die Hauptgefahrenquelle.
Die Bindung zur Altschneedecke sei nur schwach, warnten Andreas Pecl (Vorarlberg) und Patrick Nairz (Tirol). An Gefahrenstellen seien Lawinenauslösungen bereits durch einzelne Wintersportler möglich. Für den Sonntag befürchteten Pecl und Nairz aufgrund der prognostizierten Sturmwinde eine weitere Verschlechterung der Situation. (APA)