Lateinisches Patriarchat besorgt über Lage in Jerusalem
Jerusalem (APA/KAP/KNA) - Das Lateinische Patriarchat warnt nach der US-Erklärung zu Jerusalem vor einem möglichen Ausbruch von Gewalt mit u...
Jerusalem (APA/KAP/KNA) - Das Lateinische Patriarchat warnt nach der US-Erklärung zu Jerusalem vor einem möglichen Ausbruch von Gewalt mit unvorhersehbaren Konsequenzen. „Jeder exklusive Anspruch auf Jerusalem - sei er politisch oder religiös - widerspricht der eigenen Logik der Stadt“, die ein „Schatz der gesamten Menschheit“ sei, heißt es in einer am Freitagnachmittag veröffentlichten Botschaft der Kirchenleitung in Jerusalem.
Angesichts offensichtlicher Konflikte und rascher Veränderungen in der Heiligen Stadt könne keine einseitige Lösung als Lösung angesehen werden. „Einseitige Entscheidungen, die die gegenwärtige Zusammensetzung der Stadt ändern, werden keinen Nutzen bringen, sondern nur neue Spannungen, und sie werden die Möglichkeit beseitigen, Frieden zu schaffen“, so die Erklärung wörtlich. Die Bewohner der Stadt seien schon zu lange Geiseln der anhaltenden Spannungen, die den Charakter Jerusalems verzerrten.
Nichts verhindere, dass Jerusalem „in seiner Einzigartigkeit und Einheit“ zur Hauptstadt zweier Völker werde, heißt es in dem Kirchen-Statement. Israelis und Palästinenser rief das Patriarchat auf, zu einem Abkommen zu kommen, die die „Prinzipien der Gerechtigkeit“ respektiere.
Der heilige Charakter Jerusalems lasse sich nicht auf Individuen oder Denkmäler reduzieren, sondern umfasse die Stadt in ihrer Ganzheit. Daher müssten auch alle Seiten für den Schutz des gegenwärtigen universellen Charakters der Stadt Sorge tragen. Die Diskussion könne nicht einfach „auf einen territorialen Streit und politische Souveränität reduziert werden“.