Arbeitsmarkt in den USA weiter robust
Washington/New York (APA/AFP/Reuters) - Der Arbeitsmarkt in den USA wächst robust weiter. Im November wurden unter dem Strich 288.000 neue S...
Washington/New York (APA/AFP/Reuters) - Der Arbeitsmarkt in den USA wächst robust weiter. Im November wurden unter dem Strich 288.000 neue Stellen geschaffen, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Sie hatten mit 190.000 neuen Jobs gerechnet.
Die Arbeitslosenquote verharrte im November bei 4,1 Prozent - der niedrigste Stand seit 17 Jahren. Die Zahl der Neueinstellungen im Oktober korrigierte das Ministerium unterdessen leicht nach unten: Es waren 244.000 und nicht 261.000.
Die Erholung des US-Arbeitsmarkts hatte schon lange vor dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump eingesetzt. Unter Vorgänger Barack Obama sank die Arbeitslosenquote von zehn Prozent im Jahr 2010 auf unter fünf Prozent. Trump reklamiert den Aufschwung am Arbeitsmarkt dennoch als seinen Erfolg. Im Wahlkampf hatte er die offiziellen Arbeitsmarktzahlen hingegen noch als irreführend und geschönt bezeichnet.
Die positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt könnten die US-Notenbank Fed in ihrer mutmaßlichen Absicht bestärken, in ihrer Sitzung in der kommenden Woche den Leitzins leicht zu erhöhen.
Voran kommt die Notenbank zudem beim Bestreben, dass sich der Aufschwung auch finanziell mehr für die Arbeitnehmer auszahlt. Die Stundenlöhne legten im Schnitt um 0,2 Prozent zu. „Das sind ziemlich gute Lohnzuwächse, aber keine, die Inflationssorgen schüren dürften“, so Sean Lynch vom Finanzhaus Wells Fargo.
Angesichts des Konjunkturaufschwungs steuert die Fed auf die nächste Zinserhöhung zu: Experten rechnen für kommenden Mittwoch mit einer Anhebung um einen Viertelpunkt. Zuletzt hatte die Fed den Schlüsselsatz im Juni auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent erhöht.