Prozess in Münster

Frau steckte tagelang in Badewanne fest und starb

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© TT/Jan Hetfleisch

Der Angeklagte soll seine Lebensgefährtin zwar mit Getränken versorgt, aber keine Hilfe geholt haben.

Münster – Die Qualen einer in einer Badewanne gestorbenen Frau beschäftigen das Schwurgericht Münster. Ein 59-Jähriger soll zugelassen haben, dass seine extrem übergewichtige Verlobte in der Wanne starb. Laut Anklage war die knapp 150 Kilogramm schwere Frau gestürzt und hatte sich nicht mehr aus der Badewanne befreien können.

Sie soll im Juni 2017 nach rund zehn Tagen an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 59-Jährigen vor, seine Lebensgefährtin zwar mit Getränken versorgt, aber keine Hilfe geholt zu haben. Der Angeklagte sagte zum Prozessauftakt aus, sie habe sich nicht helfen lassen wollen. Die Anklage lautet auf Aussetzung mit Todesfolge. Die Mindeststrafe beträgt drei Jahre Haft. (APA/dpa)