Europas Leitbörsen einheitlich im Plus - Erste Brexit-Einigung stützt
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag einheitlich im Plus geschlossen. Unterstützend wirkte eine erste Eini...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag einheitlich im Plus geschlossen. Unterstützend wirkte eine erste Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU) in den Brexit-Verhandlungen. Bankaktien wurden zudem von einer Übereinkunft zwischen Aufsehern und Notenbanken aus aller Welt zu neuen Kapitalanforderungen gestützt.
Der Euro-Stoxx-50 beendete den Handelstag um 0,51 Prozent höher bei 3.591,45 Zählern. Der britische FTSE-100 stieg sogar um 1,00 Prozent auf 7.393,96 Punkte. In Frankfurt legte der deutsche Leitindex DAX 0,83 Prozent auf 13.153,70 Zähler zu.
In den lange stockenden Brexit-Verhandlungen ist ein Durchbruch erzielt worden, zumindest für die erste Phase der Gespräche. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte nach einem kurzfristig in der Früh erfolgten Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May, es gebe „genügend Fortschritte“ für die Einleitung der Phase zwei. In dieser soll es um einen Freihandelsvertrag Großbritanniens mit der EU gehen.
Bereits am Vorabend war bekanntgeworden, dass Aufseher und Notenbanker eine weitere Verschärfung der Kapitalregeln für Banken beschlossen haben. Nach monatelangem Streit einigten sich Europäer und Amerikaner auf einen Kompromiss zur Ausgestaltung der nach der jüngsten Finanzkrise eingeführten sogenannten Basel-III-Regeln.
Im Euro-Stoxx-50 rangierten auf den ersten sechs Plätzen daraufhin ausschließen Bankaktien. Am deutlichsten aufwärts ging es für Deutsche Bank (plus 3,29 Prozent) und BNP Paribas (plus 3,01 Prozent), gefolgt von Intesa Sanpaolo (plus 2,64 Prozent) und Societe Generale (plus 2,64 Prozent). Auch bei der ING (plus 2,05 Prozent) und Banco Santander (plus 1,79 Prozent) durften sich die Anleger über klare Kurszuwächse freuen.
Der am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für November fiel unterdessen besser aus als erwartet. Die Regierung in Washington meldete 228.000 neue Jobs. Experten hatten mit lediglich 200.000 gerechnet. Die Stundenlöhne entwickelten sich mit einem Plus von 0,2 Prozent allerdings weiterhin moderat.
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Index Änderung Änderung Zuletzt
Punkte Prozent Wien ATX 3.327,38 0,00 0,00 3.327,38 Frankfurt DAX 13.153,70 108,55 0,83 13.045,15 London FT-SE-100 7.393,96 73,21 1,00 7.320,75 Paris CAC-40 5.399,09 15,23 0,28 5.383,86 Zürich SPI 10.690,20 57,57 0,54 10.632,63 Mailand FTSEMIB 22.773,80 314,29 1,40 22.459,51 Madrid IBEX-35 10.321,10 58,50 0,57 10.262,60 Amsterdam AEX 547,22 2,71 0,50 544,51 Brüssel BEL-20 4.025,75 31,02 0,78 3.994,73 Stockholm SX Gesamt 1.610,82 11,53 0,72 1.599,29 Europa Euro-Stoxx-5 3.591,45 18,32 0,51 3.573,13
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Euro-Stoxx 391,98 2,21 0,57 389,77 ~
~ ISIN EU0009658145 ~ APA405 2017-12-08/18:10