USA erhöhen wegen Krieg im Jemen Druck auf Saudi-Arabien
Washington/Sanaa (APA/Reuters) - Die USA verstärken wegen der katastrophalen humanitären Lage von Millionen Menschen im Jemen ihren Druck au...
Washington/Sanaa (APA/Reuters) - Die USA verstärken wegen der katastrophalen humanitären Lage von Millionen Menschen im Jemen ihren Druck auf Saudi-Arabien. In US-Regierungskreisen hieß es am Freitag, wegen des wachsenden Unmuts im US-Kongress könnte die Zusammenarbeit leiden. Die Regierung in Riad müsse mehr für die Versorgung der Menschen tun.
Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz kämpft seit fast drei Jahren gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen, um den international anerkannten Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi wieder ins Amt zu bringen. Die Allianz hatte Anfang November alle Zugänge zum Jemen auf dem See-, Luft- und Landweg abgeriegelt, Ende des Monats aber wieder Hilfen durchgelassen. Bei Luftangriffen der Allianz kommen immer wieder zahlreiche Zivilisten ums Leben.
Im Jemen hungern den UNO zufolge sieben Millionen Menschen. Allein eine Million Kinder sind durch Diphtherie gefährdet. Durch den seit 2015 dauernden Krieg ist das Gesundheitswesen weitgehend zusammengebrochen. Mehr als 10.000 Menschen sind in dem Bürgerkrieg bereits ums Leben gekommen. Über zwei Millionen wurden vertrieben. Wie an Saudi-Arabien appellierte die US-Regierung auch an die Houthis, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Saudi-Arabien ist ein enger Verbündeter der USA.