DIHK nennt EU-Japan-Abkommen „lang ersehnten Durchbruch“

Berlin/Brüssel (APA/AFP) - Die deutsche Wirtschaft hat die Einigung auf einen Freihandelspakt zwischen der EU und Japan als „lang ersehnten ...

Berlin/Brüssel (APA/AFP) - Die deutsche Wirtschaft hat die Einigung auf einen Freihandelspakt zwischen der EU und Japan als „lang ersehnten Durchbruch“ begrüßt. Rein wirtschaftlich sei das Abkommen zwischen Europa und der weltweit drittstärksten Wirtschaftsmacht wichtig, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, am Samstag. „Die symbolische Bedeutung ist aber fast noch stärker.“

Vor der elften Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) ab Sonntag in Buenos Aires setzten die EU und Japan „ein klares Zeichen für regelbasierten Handel und damit gegen Importbeschränkungen“, wie sie zuletzt die USA angekündigt haben. Das Abkommen sei insgesamt ein Signal gegen den wachsenden Protektionismus in der Welt.

Sollte die WTO in Uneinigkeit auseinandergehen, würde das die bestehenden Unsicherheiten in der Wirtschaft womöglich noch verstärken, erklärte Schweitzer. Bereits jetzt belasteten die zunehmenden Handelsschranken in etlichen Märkten international agierende Unternehmen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Japans Regierungschef Shinzo Abe hatten am Freitag in Brüssel das umfassende Freihandelsabkommen präsentiert. Allerdings haben sie sich beim umstrittenen Thema Investorenschutz noch nicht einigen können.

Die Europäische Union und Japan stehen zusammen für knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Für Japan ist die EU der drittgrößte Handelspartner - in der Liste der EU-Handelspartner steht Japan auf Platz sechs.