Lkw-Bremse an der Grenze zeigte Wirkung
Kufstein – Von 5 Uhr bis 10 Uhr trat gestern die Polizei auf der Inntalautobahn nach der Staatsgrenze in Kufstein wieder auf die Lkw-Bremse....
Kufstein –Von 5 Uhr bis 10 Uhr trat gestern die Polizei auf der Inntalautobahn nach der Staatsgrenze in Kufstein wieder auf die Lkw-Bremse. 1400 Lkw – so Oberst Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei – fuhren in dieser Zeit Richtung Innsbruck. „Wir haben eigentlich mit weniger Lkw gerechnet“, sagte Widmann zur TT. Bewährt hat sich die Lkw-Bremse gestern auch, weil auch der Winterdienst auf der Inntalautobahn viel zu tun hatte, was zu zusätzlichen Beeinträchtigungen führte.
Auf der bayerischen Seite wurden die Lkw zwischen Rosenheim und Kiefersfelden ebenfalls nur blockweise von der Polizei Richtung Tirol weitergeschickt. Laut der bayerischen Polizei gab es keine längeren Rückstaus. Die nächste Lkw-Blockabfertigung ist für morgen Montag geplant. Nach derzeitigen Informationen sollen sie auch an neuralgischen Tagen 2018 fortgeführt werden.
Für die Grünen dürfen diese nur der Anfang sein. Die künftige ÖVP-FPÖ-Regierung müsse den Tirolern zur Seite stehen und „Tirol vom Lkw-Eldorado zum Schutzgebiet vor ungebremstem Schwerverkehr machen“, erklärte Grünen-Bundesrats-Fraktionschefin Nicole Schreyer aus Kufstein. Der Brenner sei der billigste der Alpenpässe. Die Hälfte der jährlich 2,2 Mio. Lkw, die über den Brenner fahren, hätten eigentlich eine kürzere Strecke vom Start- zum Zielort, würden aber wegen des günstigen Treibstoffs und der niedrigen Mauten den Umweg in Kauf nehmen, sagte Schreyer. Die Regierung müsse daher „Dieselprivileg und Billigmauten“ abschaffen. (wo, APA)