Biathlon: Landertinger nach Bandscheibenoperation bereit für Comeback
Hochfilzen (APA) - Knapp drei Monate nach einer Bandscheibenoperation fühlt sich Biathlet Dominik Landertinger bereit für das Comeback. „Vom...
Hochfilzen (APA) - Knapp drei Monate nach einer Bandscheibenoperation fühlt sich Biathlet Dominik Landertinger bereit für das Comeback. „Vom Rücken her passt alles und beim letzten Trainingsblock habe ich gemerkt, dass es mit der Form richtig bergauf geht“, sagte der Ex-Weltmeister und Olympia-Zweite von Sotschi am Rande der Weltcup-Bewerbe in seinem Heimatort Hochfilzen.
Im Osttiroler Biathlonzentrum Obertilliach hatte sich Landertinger zuletzt zehn Tage lang vorbereitet und dort wird er am kommenden Wochenende im IBU-Cup auch seine ersten zwei Rennen nach der Operation bestreiten. Der Wiedereinstieg in den Weltcup soll nach weiterem Training und einem kleineren Rennen am 5. Jänner erfolgen. „Dann müsste ich richtig fit sein für Oberhof“, sagte der Tiroler, der sich bewusst viel Zeit für das Comeback gelassen hat.
„Ich brauchte die Zeit für das Training, damit ich nach mehreren Rennen in Folge nicht gleich einbreche“, betonte Landertinger. „Da geht Olympia vor.“ Doch die Winterspiele in Pyeongchang, wo er 2009 Weltmeister im Massenstart geworden war, stehen für den 29-Jährigen noch gar nicht im Vordergrund. „Ich habe im September noch gar nicht gewusst, ob ich überhaupt starten kann. Das Wichtigste war, wieder schmerzfrei trainieren zu können, ich sehe die Ziele eher locker.“
Im September 2016 hatte Landertinger einen Bandscheibenvorfall erlitten, ein Jahr später ließ er sich auch auf Anraten von Alpinrennläufer Hannes Reichelt, der sich Mitte September 2016 einem Eingriff an der Lendenwirbelsäule unterzogen hatte, operieren. „Das war etwas ganz Anderes als eine Knieoperation, ich hatte zweieinhalb Monate lang einen um acht Schläge erhöhten Ruhepuls“, sagte Landertinger am Samstag der APA. Mittlerweile hat sich dieser wieder bei 33 eingependelt.
„Jetzt fühle ich mich beim Laufen wieder so gut wie früher“, betonte der Weltcup-Gesamt-Dritte von 2012/13. Er sei frisch und der verspätete Einstieg ins Renngeschehen müsse im Olympiawinter gar kein Nachteil sein, meinte Landertinger. „Es kann trotzdem eine gute Saison werden.“