Musik

Blick hinter die Pixner’schen Kulissen

Am 31. August 2018 ist Herbert Pixner der Star des „Muttereralmpark-Festivals“.Foto: Pixner
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Eines seiner erfolgreichsten Jahre neigt sich langsam dem Ende zu. Und Weltmusiker Herbert Pixner tüftelt schon an neuen Klangbildern.

Von Hubert Trenkwalder

Innsbruck –Der Treffpunkt für einen vorweihnachtlichen Espresso liegt auf der Hand: die Kulturbäckerei in Innsbruck, dort wo die Sendereihe „Achtung – Neue Volksmusik!“ für ServusTV aufgezeichnet wurde. Warum „wurde“?

Die Antwort des Universal-Könners Herbert Pixner auf diese Frage sagt viel über den Südtiroler Erfolgsmusiker aus. „Ich konzentriere mich wieder mehr auf die Dinge, in denen ich hundertprozentig aufgehe.“ Die anfängliche Euphorie für das TV-Projekt als Bühne für „Neue Volksmusik meets Weltmusik“ wich dann doch, als es den Fernsehmachern darum ging, mit Hochglanz-Locations und gecastetem Publikum ein massentaugliches Format zu konstruieren. „Das hab­e ich ihnen auch gleich gesagt, sie müssen sich für so etwas einen anderen holen, das bin nicht ich.“

Und dann kommen wir zum „Ich“, um das sich in der Neuen Volksmusik seit Jahren alles dreht. Herbert Pixner, der mit jedem Album locker Edelmetall erreicht, dessen Kompositionen schon heute zu Klassikern geworden sind, der ausverkaufte Häuser von Lana bis an die Waterkant vorfindet, und genau weiß, was er will.

Die Tour 2017 – unglaublich erfolgreich – ist zu Ende, und er meint, er wäre zugegebenermaßen jetzt ein bissl erschöpft und freue sich über ein paar ruhigere Tage, aber nur, um sich in die kreative Stimmung für das kommende Album und die damit verbundene Tournee 2018 zu bringen. „Es kommt ein neues Album, eine neue Tour namens ,Electrifying‘, ein­e neue Live-Show. Wir wollen noch ausgefeilter­e Sounds, noch experimentellere Arrangements und eine elektrisierende Bühnenpräsenz schaffen. Darauf freue ich mich ungemein.“

Aus Produzentensicht gibt es übrigens auch Grund zur Freude. Der Gitarrist des Pixner-Projekts – Manuel Randi – hat auf Herberts Label sein Solo-Album „Toscana“ veröffentlicht. Flamenco, Blues, Funk und Jazz – es gibt kaum ein Genre, in dem sich der Ausnahmekönner aus Bozen nicht wohlfühlt. So präsentiert sich das Album in einem unglaublich breiten Spektrum mit Eigenkompositionen von Randi.

Und einen Blick hinter Pixner’sche Kulissen bietet der Buch- und Bildband „Herbert Pixner Projekt“, in dem Freunde und Bewunderer des gebürtigen Walteners zu Wort kommen, von Franz Posch über Peter Margreiter bis hin zu Charly Rabanser und Ralf Metzler.

Noch ein Pixner-Konzert­tipp für 2018: das Muttereralmpark-Festival am 31. August 2018 (Karten bei oeticket).