Russland bezeichnet US-Vorwürfe zu INF-Vertrag als haltlos
Moskau (APA/dpa) - Russland hat die US-Vorwürfe zur angeblichen Nicht-Erfüllung der Vereinbarungen über nukleare Mittelstreckensysteme als h...
Moskau (APA/dpa) - Russland hat die US-Vorwürfe zur angeblichen Nicht-Erfüllung der Vereinbarungen über nukleare Mittelstreckensysteme als haltlos bezeichnet. „Die Anschuldigungen sind absolut unbegründet“, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge am Samstag. Es gebe keine Beweise, dass Moskau den sogenannten INF-Vertrag durch die Entwicklung eines neuen Systems verletze.
Zuvor hatte das US-Außenministerium in einer Stellungnahme angekündigt, mit Maßnahmen Russland zur Einhaltung drängen zu wollen. „Die Versuche, uns damit erschrecken zu wollen, sind einfach lächerlich“, sagte Rjabkow. Wirtschaftlicher oder militärischer Druck auf Russland werde keine Wirkung haben.
Zu den Maßnahmen gehört laut Washington eine Überprüfung militärischer Konzepte, darunter auch Optionen für konventionelle, bodengebundene Mittelstreckensysteme. Diese würden die Vereinigten Staaten in die Lage versetzen, sich selbst und ihre Verbündeten zu verteidigen, sollte Russland nicht zur Einhaltung des Vertrages zurückkehren.
Der INF-Vertrag ist ein bilaterales Abkommen der USA mit Russland aus dem Jahr 1987. Es verbietet den Vertragspartnern unter anderem den Bau und den Besitz landgestützter atomar bewaffneter Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern.