Skispringen

ÖSV-Adler flogen bei Comeback von Schlierenzauer auf Platz fünf

Daniel Andre Tande führte Norwegen mit zwei 139,5-m-Sprüngen zum Sieg.
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Während Norwegen beim Teamspringen in Titisee-Neustadt erneut das Maß aller Dinge war, reichte es für Österreich nur zu Platz fünf.

Titisee-Neustadt – Nach dem zweiten Rang zum Auftakt der Olympia-Saison im Teambewerb von Wisla verfehlten Österreichs Skispringer nun zum zweiten Mal in Folge das Podest in einer Mannschaftskonkurrenz. Nach dem vierten Platz in Ruka war die Truppe von Heinz Kuttin am Samstag in Titisee-Neustadt vom Podest noch weiter entfernt. Am Ende gab es den fünften Rang. Der Sieg ging einmal mehr an Norwegen.

Aus dem ÖSV-Quartett Manuel Fettner, Manuel Poppinger, Gregor Schlierenzauer und Stefan Kraft war Letzterer mit 138,5 und 140,5 Metern erwartungsgemäß der stärkste Mann. Schlierenzauer, der sich zuvor bei seinem ersten Weltcup-Auftritt nach rund neun Monaten problemlos für das Einzel am Sonntag (15.30) qualifiziert hatte, landete bei 127 und 124,5 m.

Schlierenzauer: „Gibt noch einiges zu tun“

„Es war natürlich wieder schön das Feeling, wieder eine Startnummer anzuhaben, sich wieder mit anderen zu messen und im Team zu springen ist immer etwas ganz Besonderes“, freute sich Schlierenzauer, der sich von den Sprüngen her „mehr erwartet“ hätte. „Da habe ich nicht ganz meine Trainingsleistungen von der letzten Einheit in Norwegen umsetzen können. Es gilt sich wieder dorthinzutasten, wo man hinmuss. Es gibt noch einiges zu tun“, weiß der 53-fache Weltcup-Rekordsieger.

Cheftrainer Kuttin war mit dem fünften Platz nicht zufrieden. „Die Ausgangslage ist für uns zur Zeit schwierig, wir haben seit der Herbstphase mit einigen Verletzten zu kämpfen. Aber unser Team findet sich immer mehr.“ Zufrieden war er vor allem mit Stefan Kraft. „Er war heute in der Einzelwertung um ein Zehntel Zweiter, er ist sehr gut gesprungen. Auch Manuel Poppinger ist erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder im Team dabei, da fehlt noch das letzte Quäntchen. Und für Gregor war es der erste Wettkampf, solche Situationen sind nicht leicht.“

Der Sieg ging hauchdünn an Robert Johansson, Daniel Andre Tande, Anders Fannemel und Johann Andre Forfang: Mit 1.083,6 Punkte lagen die Norsker nur 0,8 Zähler vor Polen. Rang drei holte die Mannschaft aus Deutschland. Die Norweger haben damit saisonübergreifend schon den fünften Sieg en suite in Weltcup-Teambewerben gefeiert.

Nur noch Vierter im Nationencup

Österreich verfehlte die viertplatzierten Slowenen nur um 0,6 Punkte, auf Rang drei fehlten aber fast 44 Punkte. Allerdings waren Kraft und Co. in keiner der Zwischenwertungen nach jeder Nationengruppe in den Top 3 gelegen. Am Ende entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Norwegen und Polen mit wechselnder Führung. Für den weitesten Satz im Bewerb sorgte der Deutsche Richard Freitag. Der Weltcupleader sprang sich mit einem 143,5-m-Flug schon gut auf den Einzelbewerb ein. Im Nationencup fiel Österreich nun hinter Polen auf Platz vier zurück. (APA)

Teambewerb der Skispringer in Titisee-Neustadt

1. Norwegen (Robert Johansson 134,5/137,5 - Daniel Andre Tande 139,5/139,5 - Anders Fannemel 133,5/141,5 - Johann Andre Forfang 133/129,5) 1.083,6 Punkte

2. Polen (Piotr Zyla 133,5/134,5 - Maciej Kot 128,5/137 - Dawid Kubacki 141,5/136,5 - Kamil Stoch 142,5/135,5) 1.082,8

3. Deutschland (Markus Eisenbichler 134,5/128 - Karl Geiger 123/129,5 - Andreas Wellinger 139,5/141 - Richard Freitag 134,5/143,5) 1.054,7

4. Slowenien 1.011,5

5. Österreich (Manuel Fettner 133/132,5 - Manuel Poppinger 124/130,5 - Gregor Schlierenzauer 127/124,5 - Stefan Kraft 138,5/140,5) 1.010,9

6. Japan 957,4

7. Finnland 864,9

8. Schweiz 831,3

Weiter (nicht im Finale):

9. Tschechien 386,7 - 10. Italien 352,8 - 11. Russland 330,6