Östlunds „The Square“ gewinnt Europäischen Filmpreis
Ruben Östlund konnte sich sowohl in der Drehbuch- als auch in der Regiesparte durchsetzen. Hauptdarsteller Claes Bang wurde als bester Schauspieler geehrt. Insgesamt sechs Preise gab es für den Film.
Berlin - „The Square“ ist der beste europäische Film des Jahres. Die Gesellschaftssatire des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund ist bei der 30. Verleihung der Europäischen Filmpreise am Samstagabend in Berlin in der Königskategorie ausgezeichnet worden - und hat auch in weiteren zentralen Kategorien abgeräumt.
Insgesamt sechs Preise gab es für den Film: Östlund konnte sich sowohl in der Drehbuch- als auch in der Regiesparte durchsetzen, Hauptdarsteller Claes Bang wurde als bester Schauspieler und Josefin Asberg als Szenenbildnerin geehrt. Auch den Titel „beste Komödie“ kann die bitterböse Satire auf den zeitgenössischen Kunstbetrieb für sich beanspruchen.
Er wollte einen Film schaffen, „der uns etwas über unsere heutige Zeit erzählt“, sagte Östlund bei einer seiner vielen Dankesreden an diesem Abend. „Zugleich sollte er wild und unterhaltsam und aufregend sein.“ Eine Charakterisierung, wie sie der europäische Film oft erfülle, so Östlund, der etwa den Vorjahressieger „Toni Erdmann“ hervorhob.
Ebenfalls in der Königskategorie nominiert waren die poetische Liebesgeschichte „Körper und Seele“ der Ungarin Ildiko Enyedi, das Flüchtlingsdrama „Die andere Seite der Hoffnung“ des Finnen Aki Kaurismäli, das französische Aids-Aktivisten-Drama „120 Battements par minute“ des Argentiniers Robin Campillo sowie das russische Familiendrama „Loveless“ von Andrey Zvygintsev. (APA)