EBEL

Ein Punkt mehr, aber zwei zu wenig für Innsbrucker Haie

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Statt dem vierten Sieg in Serie nach einer 3:0-Führung ließen sich die Innsbrucker Haie bei den Graz 99ers die Butter vom Brot nehmen. Bei der 4:5-Niederlage nach Verlängerung ließ man zwei Punkte liegen.

Von Alex Gruber

Innsbruck — Nach drei Siegen in Serie gegen Zagreb (3:1), Villach (4:2) und Graz (5:2)schien es am Sonntagnachmittag so, als würden die Haie die Steirer auch im Rückspiel mit Haut und Haaren fressen. Der erste Treffer von Morten Poulsen nach nur 19 Sekunden wurde zwar wegen hohen Stocks noch aberkannt, in Minute zwei eröffnete Verteidiger Jeremie Blain mit dem 1:0 aber ein grandioses Startdrittel. Andrew Clark (6./PP) und Ondrej Sedivy (19.) bauten den Vorsprung noch vor der ersten Drittelsirene zu einer komfortablen 3:0-Führung aus. Und es war zu diesem Zeitpunkt laut Augenzeugen sogar in dieser Höhe verdient.

Die Haie zeigten dann trotz weiterer Topchancen und munteren Vorwärtsgangs aber leider auch, wie man einen angeschlagenen Gegner zurück ins Spiel holt. Mit einer wahren Strafenorgie im Mitteldrittel (insgesamt sechs Zwei-Minuten-Strafen), von denen sich die beiden letzten noch in den Schlussabschnitt ausdehnten, wurden die Steirer im Powerplay zur Aufholjagd eingeladen. Und spätestens als Oliver Setzinger 19 Sekunden nach Wiederanpfiff im dritten Drittel zum 2:3 aus Sicht der Graz 99ers traf, war wieder alles völlig offen.

Es kam noch schlimmer: Nach 55 Minuten und weiteren Graz-Treffern sahen sich die lange Zeit überlegenen Innsbrucker erstmals in dieser Partie mit einem 3:4-Rückstand konfrontiert. Guter Rat war teuer. Und dann platzte ausgerechnet bei einem der Knoten, der satte 13 Spiele lang kein Tor mehr erzielt hat — HCI-Angreifer John Lammers glich in einer irren Partie noch zum 4:4 aus. Es ging in die Verlängerung und damit war von sicher geglaubten drei Punkten zumindest ein Zähler sicher. In der Verlängerung traf ein Tiroler zum Sieg, allerdings auf der „falschen" Seite: Der gebürtige 25-jährige Lienzer Clemens Unterweger netzte zum 5:4-Heimsieg für die Grazer ein. Und die Innsbrucker mussten mit einer gehörigen Portion Frust in den Mannschaftsbus steigen.

„Wir waren im ersten Drittel gut und hätten die Partie im zweiten Drittel bei zwei guten Chancen klarmachen müssen", sprach Haie-Headcoach Rob Pallin nach dem Match. Die Strafe gegen Florian Pedevilla (Zwei plus Zwei) gegen Ende des zweiten Abschnitts ging dem 51-jährigen Amerikaner auch nicht so recht ein: „Das war auch ein drehender Moment in diesem Spiel." Eine 3:0-Führung sollte man dennoch nicht vergeigen.

Die Vienna Capitals, nächster Gegner der Haie am kommenden Freitag, fingen sich eine überraschende 2:3-Heimniederlage gegen Dornbirn ein. Die Vorarlberger zogen damit wieder an den Innsbruckern vorbei.

Bei der Weihnachtsfeier mit der Nachwuchsabteilung laden die Haie heute ab 18 Uhr alle Fans und Interessierten bei Würstln und Getränken aufs Eis. Am Dienstag bietet sich dann zur selben Uhrzeit für den Eishockey-Nachwuchs die Möglichkeit, sich von den Cracks ein paar Tricks zeigen zu lassen. Der Reinerlös dieser Aktion (10 Euro pro Kind) kommt der Kinderkrebshilfe zugute.

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