Honduras: Teilweise Neuauszählung der Stimmen sieht Amtsinhaber vorne

Tegucigalpa (APA/AFP) - Zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Honduras hat das Oberste Wahlgericht nach einer teilweisen...

Tegucigalpa (APA/AFP) - Zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Honduras hat das Oberste Wahlgericht nach einer teilweisen Neuauszählung der Stimmen den Vorsprung des amtierenden Staatschefs Juan Orlando Hernandez bestätigt. Gerichtspräsident David Matamoros erklärte am Sonntag, das Resultat der Neuauszählung stimme mit dem vorherigen Ergebnis überein.

Demnach liegt Amtsinhaber Hernandez mit 1,6 Prozentpunkten vor seinem Herausforderer Salvador Nasralla. Die Opposition kündigte an, die Neuauszählung nicht anzuerkennen und rief für Sonntag zu neuen Protesten auf. Sie fordert eine Neuauszählung aller Stimmen in den mehr als 18.000 Wahlurnen.

Den Wahlergebnissen zufolge erhielt der konservative Amtsinhaber Hernandez 42,98 Prozent der Stimmen, auf Nasralla entfielen 41,38 Prozent. Ein offizieller Wahlsieger wurde bisher nicht verkündet.

Bei den Protesten nach der Wahl waren nach Angaben von Amnesty International mindestens 14 Menschen getötet worden. Die Menschenrechtsorganisation warf der honduranischen Regierung am Freitag ein „gefährliches und illegales“ Vorgehen gegen Anhänger der Opposition vor.