Putin und Erdogan reden über Jerusalem-Krise
Ankara (APA/dpa) - Knapp drei Wochen nach seinem letzten Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan reist Kremlchef W...
Ankara (APA/dpa) - Knapp drei Wochen nach seinem letzten Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan reist Kremlchef Wladimir Putin am Montag nach Ankara. Anschließend wird der russische Präsident Ägypten besuchen. Laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu wird es bei dem Treffen vor allem um den Krieg in Syrien und die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA gehen.
Nach Kreml-Angaben wollen beide Präsidenten außerdem über „große gemeinsame Energie-Projekte“ sprechen. Bereits am Donnerstag hatten Putin und Erdogan wegen der Jerusalem-Krise telefoniert. Erdogan hatte die US-Entscheidung scharf kritisiert und für Mittwoch einen Sondergipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul einberufen. Erst vor drei Wochen hatte Putin den türkischen Staatspräsidenten in seiner Residenz in Sotschi empfangen. Das Treffen am Montag wäre das siebente der beiden in diesem Jahr.
Später am Tag soll der russische Staatschef nach Ägypten fliegen. Es ist Putins erster Besuch nach dem Bombenattentat auf einen russischen Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel im Oktober 2015. 224 Menschen starben bei dem Absturz. Der in Ägypten operierende Ableger der Terrormiliz IS beanspruchte den Anschlag für sich. Moskau stoppte danach alle Direktflüge in das Urlaubsland am Nil.