Europas Börsen klar im Plus - Vonovia nach Angebot für Buwog schwach
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag einheitlich im Plus eröffnet. Für gute Stimmung am Markt sorgte die Au...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag einheitlich im Plus eröffnet. Für gute Stimmung am Markt sorgte die Aussicht auf eine baldige Verabschiedung der geplanten US-Steuerreform.
Der Euro-Stoxx-50 notierte gegen 9.45 Uhr um 1,08 Prozent höher bei 3.598,83 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 1,07 Prozent auf 13.243,60 Punkte. In London stieg der FTSE-100 um 0,58 Prozent auf 7.533,72 Punkte.
Zuvor hatten bereits die Aktienmärkte in Asien teils deutliche Kursgewinne verzeichnet. Zudem hatten am Freitag die US-Indizes neue Rekordstände erreicht. „Die Steuerreform von US-Präsident Trump sollte in den kommenden Tagen durch den Kongress abgesegnet werden“, erläutert der Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader den Hintergrund der aktuell guten Stimmung an den Börsen. Mögliche Effekte seien zwar zu einem Großteil schon in den vergangenen Monaten in die Aktienkurse vor allem an der Wall Street eingepreist worden. „Die endgültige Bestätigung allerdings dürfte zumindest noch das Potenzial besitzen, die gute Stimmung auf dem Börsenparkett bis ins nächste Jahr hinein zu halten“, vermutet der Analyst.
Bei den Einzelwerten notierten die Aktien der Vonovia als einziger DAX-Wert im Minus und verloren zuletzt 0,54 Prozent. Deutschlands größter Immobilienkonzern will sich in einem Milliarden-Deal den österreichischen Rivalen Buwog einverleiben. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Buwog-Eigner sollen je Aktie 29,05 Euro in bar erhalten, das entspricht einem Aufschlag von gut 18 Prozent auf den Schlusskurs an der Wiener Börse vom Freitag.
In Dublin gaben die Titel von Ryanair um 1,67 Prozent auf 14,73 Euro nach. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Aktien der irischen Billigfluglinie von „Outperform“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 19,32 auf 16,18 Euro gesenkt. Die Personalkosten könnten deutlich über das von der Fluggesellschaft geplante Ausmaß steigen, hieß es zur Begründung. Ryanair hatte am Freitag im Streit mit seinen Piloten eingelenkt und erklärt, erstmals in seiner 32-jährigen Geschichte Gewerkschaften zulassen zu wollen.
Im Euro-Stoxx-50 notierten CRH (plus 2,14 Prozent) und LVMH (plus 2,08 Prozent) an der Indexspitze. Bankaktien wie Intesa Sanpaolo (plus 0,14 Prozent) und ING (plus 0,29 Prozent) hinkten hingegen dem Gesamtmarkt hinterher.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA097 2017-12-18/09:47