Hamburger Krawalle: Linksextreme veröffentlichen Fotos von Polizisten

Hamburg/Berlin (APA/dpa) - In Hamburg sollte am Montag eine große Fahndung mit Fotos von mutmaßlichen Gewalttätern vom deutschen G-20-Gipfel...

Hamburg/Berlin (APA/dpa) - In Hamburg sollte am Montag eine große Fahndung mit Fotos von mutmaßlichen Gewalttätern vom deutschen G-20-Gipfel beginnen - Berliner Linksautonome reagierten mit der Veröffentlichung von Bildern von Polizisten.

Gleichzeitig drohten sie den Polizeibeamten auf der Internetseite indymedia.org indirekt. Die Polizeigewerkschaften reagierten am Montag entsetzt und sprachen von einer Gefahr durch „linksextremistische Terroristen“.

In Hamburg wollten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit einer Öffentlichkeitsfahndung zu den Krawallen beim G-20-Gipfel Anfang Juli in Deutschlands zweitgrößter Stadt beginnen. Fotos und Videosequenzen von mutmaßlichen Gewalttätern aus der linksextremen Szene sollten veröffentlicht werden. Die Soko „Schwarzer Block“ führe 3000 Ermittlungsverfahren, hatte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer Anfang Dezember gesagt.

Auf indymedia.org hieß es am Sonntagabend zu Fotos von 54 Berliner Polizisten, die an Räumungen in Häusern in der Rigaer Straße in Friedrichshain teilgenommen haben sollen: „Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind. Neben der Teilnahme an der Räumung können sie bedenkenlos für die Gewalt der drei Wochen der Belagerung verantwortlich gemacht werden.“