Neue Regierung

Medieninteresse um Angelobung enorm, Mikrofon trifft Strache

Philippa Strache und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) nach der Angelobung von Medienvertretern umringt.
© APA

Dutzende nationale und internationale Medien berichteten von der Angelobung der neuen Regierung. Das trieb kuriose Blüten: So wurde Vizekanzler Heinz-Christian Strache von einem Richtmikrofon die Brille vom Kopf geschlagen.

Wien – Rund um die Angelobung der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung am Montagvormittag hat ein enormes Medieninteresse geherrscht. Dutzende nationale und internationale Medienvertreter begleiteten die frisch angelobte Regierung von der Präsidentschaftskanzlei quer über den Ballhausplatz ins Kanzleramt.

Dabei kamen die neuen Regierungsmitglieder nur langsam voran, teilweise kam es zu chaotischen Szenen: Den frisch angelobten Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) erwischte ein Richtmikrofon am Kopf, worauf hin er seine Brille vom Asphalt aufheben musste.

Neue Minister von Festakt angetan

FPÖ-Vizeparteichef und Infrastrukturminister Norbert Hofer freute sich ein paar Meter hinten, dass er sich weiter hinten quasi getarnt hatte. Die Angelobung sei ein würdiger und schöner Festakt gewesen, zeigte er sich angetan.

Auch die anderen neuen Regierungsmitglieder sprachen von einem schönen, stimmungsvollen Festakt, wie es etwa der neue Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) ausdrückte. Der neue Justizminister Josef Moser (ÖVP) gab sich von den Protesten rund um die Angelobung unbeeindruckt, man werde die Kritiker mit Arbeit überzeugen. Als erstes Projekt will er sich die Rechtsbereinigung vornehmen. Für die neue Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zentral, wie sie erklärte.

Kickl: Kein Problem durch Innenressort und Verteidigung bei FPÖ

Der nunmehrige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) betonte, „ich bin mir der Verantwortung bewusst“. Kritik daran, dass Innenministerium und Verteidigungsministerium in der Hand einer Partei liegen, kann er nicht nachvollziehen, sei dies doch schon früher auch schon der Fall gewesen. Sein Parteikollege Mario Kunasek sprach von einer großen Verantwortung, die er als Verteidigungsminister übernehme. Die Frage der Eurofighter werde nicht heute, sondern in den nächsten Monaten zu klären sein. (APA)