Wiener math.space schließt Ende des Jahres
Wien (APA) - Ende des Jahres schließt mit dem Wiener „math.space“ nach 15 Jahren eine Vorreiter-Institution zur Wissenschaftsvermittlung ihr...
Wien (APA) - Ende des Jahres schließt mit dem Wiener „math.space“ nach 15 Jahren eine Vorreiter-Institution zur Wissenschaftsvermittlung ihre Pforten. Das federführend vom Mathematiker Rudolf Taschner initiierte Projekt sei „erfolgreich gewesen“, Freude an dem „spröden Thema“ zu wecken, sagte der Neo-ÖVP-Abgeordnete am Montag zur APA. Er hege jedenfalls Pläne für neue Initiativen.
Ein Grund für das nunmehrige Ende des Projekts sei Zeitmangel gewesen, sagte der Mathematiker und Buchautor. Er hege jedoch bereits Gedanken für eine neue Initiative. „Ich versuche da möglichst originell zu sein.“ Bereits Ende 2015 drohte dem „math.space“ mangels Förderung das Aus.
„Ich glaube, wir haben einen gewissen Auftrag erfüllt - nämlich Mathematik interessant zu vermitteln. Ich hoffe auch, dass wir dafür gesorgt haben, dass sich dadurch viele Leute für ein MINT-Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik; Anm.) interessieren. Die Leute sind zu uns gekommen, und das hat Österreich vielleicht auch ein wenig weitergebracht“, so Taschner. Er sei für die langjährige Unterstützung durch Ministerien, die Wiener Ärztekammer und alle anderen Beteiligten dankbar.
Das rund 200 Quadratmeter umfassende math.space wurde am 14. Jänner 2003 im Wiener Museumsquartier eröffnet. Pro Jahr fanden dort rund 500 Veranstaltungen - darunter Kurse oder Vorträge für Schulklassen und interessierte Laien - statt. Eigene Schwerpunkte setzte man etwa zum Leben und Wirken von Carl Friedrich Gauß oder des Mathematikers Kurt Gödel. Im Durchschnitt wurden rund 20.000 Besucher pro Jahr gezählt.
(S E R V I C E - www.math.space.or.at)