Unfaire Handelspraktiken

Frankreich verlangt Millionen-Strafe von Amazon

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Das französische Wirtschaftsministerium wirft Amazon vor, Händler mit illegalen Klauseln unter Druck zu setzen. Amazon wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

Seattle – Der US-Versandriese Amazon muss sich in Frankreich wegen unfairer Handelspraktiken verantworten. Das französische Wirtschaftsministerium verlangt nach Angaben vom Montag rund zehn Millionen Euro Strafe und zitierte den Konzern deshalb vor das Pariser Handelsgericht. Das Ministerium wirft Amazon vor, Händler mit illegalen Klauseln unter Druck zu setzen. Amazon wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

Die Generaldirektion für Wettbewerb und Verbraucher im Ministerium nimmt die Praktiken von Amazon seit zwei Jahren unter die Lupe. Dabei seien Verstöße gegen den Handelskodex zutage getreten, sagte Kabinettsdirektor Loic Tanguy der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Zeitung Le Parisien schrieb Amazon den Händlern auf seiner Plattform zum Teil willkürlich verkürzte Lieferzeiten vor oder schloss Anbieter-Konten, wenn es zu viele negative Bewertungen gab. Der Konzern erklärte, er äußere sich nicht zu juristischen Verfahren. In Frankreich wird die Amazon-Seite täglich im Schnitt rund 3,6 Millionen Mal angeklickt. (APA/AFP)