Koalition: Kritik aus vielen Ecken 2 - Schönborn pocht auf Gemeinwohl

Wien (APA) - Der römisch-katholische Kardinal Christoph Schönborn hat am Montag betont, dass das Gemeinwohl erstes Ziel und erste Verantwort...

Wien (APA) - Der römisch-katholische Kardinal Christoph Schönborn hat am Montag betont, dass das Gemeinwohl erstes Ziel und erste Verantwortung jeder Politik sein müsse. Er wünschte der neuen Bundesregierung dafür ein starkes Gespür und ein erfolgreiches Wirken, berichtete die Kathpress. Die NEOS kritisierten den Verbleib der FPÖ in der europafeindlicher Fraktion ENF.

Schönborn verlangte, dass es der Politik um das Wohl aller Menschen im Land gehen müsse, „in Gerechtigkeit und Frieden und mit einem Augenmerk auf Sicherheit“, so der Kardinal. Dieses Wohl aller müsse über den Interessen einzelner Parteien oder sonstiger Gruppierungen stehen, und schon gar nicht dürften einzelne Gruppierungen in die eigenen Taschen arbeiten.

Im internationalen Rahmen sei es wichtig, dass nationale Interessen nicht etwa das Gemeinwohl Europas oder überhaupt aller Völker der Welt überlagerten. Konkret sprach Schönborn etwa die Sorge um die Umwelt, eine weltweite gerechte Verteilung der Güter oder auch den Frieden zwischen den Völkern an.

Die NEOS schossen sich im europapolitischen Kontext auf die FPÖ ein. „Die Mitgliedschaft in der ENF-Fraktion ist nicht mit dem europäischen Bekenntnis, das im Regierungsprogramm steht, vereinbar“, erklärte NEOS-Europasprecherin Claudia Gamon in einer Aussendung.

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