EBEL

HCI besiegte Fehervar im Penaltyschießen

Die Haie mussten gegen Nachzügler Fehervar in einem harten Kampf nachsitzen. Die dritte Linie um Torschütze Fabio Schramm (an der Bande) war einer der Lichtblicke.
© Michael Kristen

Nach ganz schwachem Start retteten die Innsbrucker Haie im Penaltyschießen einen 4:3-Heimsieg über Nachzügler Fehervar.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Einer der berühmtesten Comic-Kater der Welt, der dicke „Garfield“, hatte einst gesprochen: „Ich hasse Montagmorgen.“ Für die Innsbrucker Haie war Montagabend ein Graus. Denn wie dem faulen vierbeinigen Comic-Helden schien auch die Körperspannung bei den Cracks irgendwo im Kabinengang liegen geblieben zu sein. Fehervar kam in den ersten 20 Minuten zu einer verdienten 2:0-Führung.

Beim ersten Gegentreffer forderten die Haie zwar den Videobeweis an, das Kampfgericht hatte aber offenbar vergessen, den notwendigen Knopf für die Kameraaufzeichnung zu drücken. So fiel das erste Tor als Tatsachenentscheidung und das zweite in Unterzahl, nachdem Verteidiger Kevin Wehrs den Ungarn zuvor mit schwerem Fehler einen Hochkaräter eröffnet hatte. Es war ein Pannen-Drittel, bislang wohl eines der schlechtesten in dieser Saison. Die Ungarn verteidigten gut, offensiv kamen für die Haie ohne den gesperrten Topscorer Mitch Wahl nur Halbchancen zustande.

Der Titel des AC/DC-Kult­hits „Highway to hell“ passte am Videowürfel der Tiwag-Arena in der ersten Titelpause gewissermaßen zur Szenerie. Ein Wachrüttler war im Haifischbecken in jedem Fall dringend nötig.

Die Tiroler kamen besser aus der Kabine und Verteidiger Jeremie Blain, der gegen Wien noch verletzt gefehlt hatte, traf zum 1:2. Denkste. Die Ungarn forderten erneut den Videobeweis – es war der dritte an diesem Abend – an, und die Schiedsrichter entschieden wegen Torhüterbehinderung auf keinen Treffer. Es kam alles zusammen.

Bei allen erkennbaren Bemühungen und Einbahn-Straßen-Hockey dauerte es gegen passiv werdende Gäste bis Minute 31, ehe dann tatsächlich der Anschlusstreffer fiel: Eigengewächs Fabio Schramm schlenzte die Scheibe hoch in den kurzen Winkel. Und im vierten Powerplay des Mittelabschnitts glich Hunter Bishop nach einem Lammers-Schuss zum 2:2 aus. Bitter nur, dass in Minute 40 mit Sacha Guimond und Flo Pedevilla direkt bei der Sirene zwei Verteidiger auf die Strafbank mussten. Die Fünf-plus Spieldauerdisziplinarstrafe für Pedevilla wegen Stockstich traf die Haie hart.

Fehervar kam in 5:3-Überzahl zur neuerlichen Führung, die Haie überstanden vier weitere Minuten in Unterzahl schadlos und kamen aus einem Gestocher durch Andrew Yogan zum 3:3. Es ging in die Verlängerung, da hatte Kapitän Tyler Spurgeon den Matchball, im Gegenzug rettete Keeper Patrik Nechvatal großartig. Es gab folglich Penaltyschießen. Mit dem 14. Versuch traf Yogan für die Haie zum 4:3-Arbeitssieg. Und aus drei fix eingeplanten Punkten wurden nach einem Kaltstart kurz vor 22 Uhr auch dank Nechvatal zumindest noch wichtige zwei.

Am Mittwoch warten bei den Vienna Capitals und Donnerstag in Fehervar zwei schwere Auswärtsspiele.