Uni Wien

Bei welcher Musik bleiben wir länger an der Bar sitzen?

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Forscher an der Universität haben untersucht, wie welche Musik auf Gäste wirkt und welche Titel uns anregen, länger sitzen zu bleiben.

Wien — Christoph Reuter vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien hat gemeinsam mit deutschen Forschern herausgefunden, welchen Einfluss Musik auf das Ess- und Trinkverhalten hat. Dabei haben sie ein Model entwickelt, das verschiedene Musikwirkungstypen unterscheidet:

  1. Der Kontrolltyp: Er sucht sich Lokalitäten gezielt nach der Musik aus und bevorzugt Evergreens oder Live-Musik, jedoch keine aktuelle Popmusik. Bei passender Musik und Ambiente bleibt er länger, gibt jedoch nicht mehr Geld aus.
  2. Der Partytyp: Für ihn muss die Musik vor allem Mitsingpotential haben. Das gemeinsame Singen und Erleben steht hier im Vordergrund, während die Lokalität selbst als auch deren Hygiene vernachlässigbar sind. Auch bei passender Musik zum Mitsingen (aktuelle Pop- und Volksmusik, auch Live-Musik) bleibt er meist nur kurz und zieht dann in die nächste Lokalität, gibt dabei aber vergleichsweise mehr Geld für Getränke aus.
  3. Der Genusstyp: Er möchte mit Hilfe von Musik den Genuss der Gesamtsituation erhöhen. Für ihn ist es wichtig, dass die Musik zum Ambiente passt (aktuelle Popmusik, Evergreens, Live-Musik). Dann bleibt er länger und gibt mehr Geld für Speisen aus.
  4. Der Aktivationstyp: Er möchte mit Hilfe von Musik seine eigene Stimmung positiv aktivieren. In Sachen Musik will er lieber keine Experimente wagen, das heißt Klassik und Live-Musik steht er ablehnend gegenüber, während er aus den Medien bekannte Musik (Pop- und auch Volksmusik) bevorzugt. Bei passender Musik gibt er mehr Geld sowohl für Speisen als auch für Getränke aus.

Mehr zur Studie gibt es aktuell in "uni:view" zu lesen, dem Online-Magazin der Universität Wien. (TT.com)