Neue Regierung

Neue Manager bei Rot und Blau

Max Lercher soll die SPÖ besser positionieren.
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SPÖ-Geschäftsführer wird der Steirer Max Lercher, Salzburgs FPÖ-Obfrau Marlene Svazek befehligt das Generalsekretariat.

Von Karin Leitner

Wien –Schneller als geplant ordnen die – fortan oppositionellen – Roten ihre Bundesparteiverhältnisse. Ursprünglich hätte es erst Anfang des Jahres so weit sein sollen.

In der Zentrale wird aber schon morgen personell erneuert. Der Vorstand tagt.

Marlene Svazek folgt Herbert Kickl in der FP-Zentrale nach.
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Wie von der Tiroler Tageszeitung berichtet, wird Max Lercher die SPÖ-Geschäfte führen. Nach dem Abgang von Georg Niedermühlbichler im Wahlkampf – wegen der Silberstein-Affäre – haben Christoph Matznetter und Andrea Brunner die von Christian Kern geleitete Partei gemanagt. Lercher soll im Bund das machen, was er als Landesgeschäftsführer in der Steiermark getan hat: die rote Truppe organisatorisch besser aufstellen. Der 32-Jährige gilt als Parade-Linker – als emsiger Arbeiter ebenfalls.

Lercher war schon im Vorjahr, nach Kerns Polit-Einstieg, als Bundesgeschäftsführer gehandelt worden. Er kam nicht zum Zug. Auf Druck der starken Wiener Roten, wie es damals hieß. Diese wollten einen der Ihren an Kerns Seite haben – Niedermühlbichler, der SPÖ-Geschäftsführer in der Bundeshauptstadt war.

Auch ein neuer Kommunikationschef wird in der Löwelstraße installiert. Es ist der bisherige SPD-Landesgeschäftsführer in Niedersachsen, Georg Brockmeyer. Der dpa sagte er: „Kern hatte mich Anfang Dezember in Wien überraschend zu einem Termin eingeladen – und erklärt, dass er mich haben will.“

Der 42-Jährige, der mit einer Österreicherin liiert ist, hat für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil die Landtagswahl organisiert. Erfolgreich. Davor werkte er in Wien bei einer PR-Agentur. In der SPD ist Brockmeyer seit 25 Jahren verankert. Einem Job in der Bundes-SPD wäre er nicht abgeneigt gewesen. Das hatte er auch kundgetan. Vergeblich.

Was erwartet Frontmann Kern von Brockmeyer? Dieser solle dafür sorgen, dass die Partei wieder „kampagnenfähig“ werde.

Auch bei den Blauen gibt es Neues im Generalsekretariat. Eine Frau wird dieses leiten. Die erst 25-jährige Marlene Svazek. Sie ist Salzburger FPÖ-Obfrau; das will sie bleiben (im Frühjahr wird ja in ihrem Bundesland gewählt). Zur Nachfolgerin von Herbert Kickl gewählt wird Svazek Mitte Jänner.

Kickl hat die Partei jahrelang gemanagt; nun ist der scharfzüngige Kärntner zum Innenminister aufgestiegen.