Vorwürfe gegen NÖ Wohneinrichtungen: NEOS fordern Aufklärung
St. Pölten (APA) - Zu Vorwürfen gegen Kinder- und Jugendwohneinrichtungen in Niederösterreich hat NEOS-Jugendsprecher Douglas Hoyos am Diens...
St. Pölten (APA) - Zu Vorwürfen gegen Kinder- und Jugendwohneinrichtungen in Niederösterreich hat NEOS-Jugendsprecher Douglas Hoyos am Dienstag betont, die von SPÖ-Landesrat Franz Schnabl eingesetzte Kommission müsse bei Untersuchungen auf das Wohl der betroffenen Kinder und Jugendlichen achten. Bis zur Aufklärung brauche es eine Übergangslösung. Parallel sei die politische Verantwortung zu klären.
„Für uns stellt sich die Frage, was mit den betroffenen Jugendlichen passiert, bis die Kommission ihren ersten Zwischenbericht ablegen wird“, erklärte Hoyos in einer Aussendung. „Landesrat Schnabl spricht von konkreten Hinweisen, die schwere Missstände aufzeigen. Wenn dem so ist, muss die Landesregierung eine Übergangslösung schaffen, um den Betroffenen weitere Grausamkeiten zu ersparen“, so der Nationalratsabgeordnete aus Niederösterreich. In ihrem Sinne sei es „untragbar“, bis zur Veröffentlichung des Zwischenberichts zu warten.
Die NEOS richteten drei Fragen an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Schnabl, stellvertretend für die niederösterreichische Landesregierung. Diese lauten: „Seit wann waren offizielle Stellen des Landes über die angeblichen Missstände informiert?“, „Welche angekündigten oder unangekündigten Kontrollen hat es in den betroffenen Einrichtungen gegeben?“, „Wie überprüfte das Land Niederösterreich die Verwendung des ausbezahlten Taggeldes?“. Die zuständigen Mitglieder der Landesregierung seien jetzt in der Pflicht, diese Fragen zu beantworten. „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, muss die Politik die betroffenen Kinder und Jugendlichen schützen und sofort reagieren“, betonte Hoyos.