Koalition - Auch Duzdar kritisiert Beamten-Einsparungspläne Straches

Wien (APA) - Nach der Gewerkschaft hat auch die gerade aus dem Amt geschiedene Beamten-Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) die von Vizekanzle...

Wien (APA) - Nach der Gewerkschaft hat auch die gerade aus dem Amt geschiedene Beamten-Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) die von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) angekündigten Beamten-Einsparungspläne kritisiert. Während ihr selbst immer ein positives Bekenntnis zum öffentlichen Dienst wichtig gewesen sei, sehe Strache diesen offenbar zuerst als Einsparungsfaktor.

Es gehe um die Grundeinstellung zum öffentlichen Dienst, meinte Duzdar im Gespräch mit der APA. Für den nun in der neuen Regierung für die Beamten zuständigen Vizekanzlers seien offenbar vor allem die Zahlen wichtig. Strache habe sofort eine Diskussion über Einsparungen begonnen. „Wenn man Beamten-Bashing betreibt und den öffentlichen Dienst als reinen Einsparungsfaktor sieht, löst das große Verunsicherung aus“, sagte Duzdar.

Die frühere Beamten-Staatssekretärin betonte, dass man den öffentlichen Dienst als attraktiven Arbeitgeber erhalten müsse. In den nächsten Jahren drohe eine Pensionierungswelle, viele Mitarbeiter gehen demnächst in den Ruhestand. Deshalb müsse man aufpassen, dass nicht Expertise und Know-How verloren gehen.

Konkret zur Ankündigung Straches, nur jede zweite bis dritte freiwerdende Stelle im öffentlichen Dienst nachbesetzen zu wollen, bestätigte Duzdar, dass es schon in den vergangenen Jahren eine „restriktive Aufnahmepolitik“ gegeben habe, in der nur jede zweite Stelle nachbesetzt wurde. Allerdings habe es zuletzt viele Ausnahmen gegeben, so habe es tausende zusätzliche Planstellen für die Exekutive, die Lehrer oder die Justiz gegeben.

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