Innsbruck

Hanfzucht in Innsbrucker Schule: Mitarbeiter verlor Job

© Andreas Rottensteiner / TT

Drogenfahnder stießen im Keller eines Innsbrucker Gymnasiums auf eine Marihuana-Plantage. Das Dienstverhältnis mit dem Mitarbeiter der Schule wurde beendet.

Innsbruck –Die Marihuana-Plantage im Gebäude eines Innsbrucker Gymnasiums kostete ihn jetzt den Job. Wie Helga Mayr vom Landesschulrat bestätigt, wurde „das Dienstverhältnis mit dem Mitarbeiter der Schule beendet“. Damit nicht genug: Der Mann muss auch seine Wohnung räumen, „da es sich um eine Dienstwohnung handelt“, so Mayr weiter.

Bis vor drei Wochen war die Welt für den langjährigen Mitarbeiter des Bundesoberstufenrealgymnasiums in der Fallmerayerstraße noch in Ordnung. Das änderte sich am Vormittag des 29. November. Beamte der Innsbrucker Kripo statteten der Schule nach einem vertraulichen Hinweis einen Besuch ab. Mit dabei ein Drogenhund. In einem abgesperrten und privaten Bereich im Keller des Gebäudes wurden die Fahnder fündig. Sie entdeckten eine Plantage mit 13 Hanfstauden und 800 Gramm bereits abgeerntetes Marihuana im Wert von etwa 8000 Euro.

Die Frage, wer für die professionelle Zuchtanlage im Schulgebäude verantwortlich ist, konnten die Beamten rasch beantworten. Zumal nur ein Mitarbeiter Zugang zu den Räumlichkeiten mit den Hanfpflanzen hatte. Der Verdächtige gab auch ohne Umschweife zu, die illegale Plantage angelegt zu haben. Er bestritt allerdings, die Drogen weiterverkauft zu haben. Vielmehr habe er seinen Eigenbedarf gedeckt, erklärte der Schulmitarbeiter bei der Einvernahme im Stadtpolizeikommando. Der Beschuldigte wurde auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Für die Lehrer und Schüler war die Plantage eine Überraschung. (tom)

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