Griechenland

Griechische Autonome drohen mit Vergiftung von Lebensmitteln

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Die Gruppierung mit dem Namen „Grüne Nemesis“ hat gedroht, Cola-Flaschen, Frischmilch und Hühnerschinken zweier griechischer Firmen mit Salzsäure zu vergiften.

Athen – Geschäfte in Athen und der griechischen Hafenstadt Thessaloniki müssen als Reaktion auf Drohungen von Linksextremisten mit der Vergiftung von Lebensmitteln drei Produkte aus den Regalen nehmen. Das ordnete die griechische Lebensmittelbehörde (EFET) am Dienstag an.

Zuvor hatte eine Autonomen-Gruppierung mit dem Namen „Grüne Nemesis“ gedroht, Cola-Flaschen, Frischmilch und Hühnerschinken zweier griechischer Firmen mit Salzsäure zu vergiften. Die Unternehmen hätten bereits mit dem Rückruf dieser Produkte begonnen, wurde am Dienstag berichtet. Die Autonomen wollen nach eigenen Angaben gegen die „Tötung von Tieren und gegen den grenzenlosen Konsum der Festtage“ protestieren, wie es einer auch im Internet veröffentlichen Erklärung hieß.

Auch im Vorjahr hatten vier Lebensmittelkonzerne nach Drohungen der gleichen Gruppe mitten im Weihnachtsgeschäft einige ihrer Produkte aus den Regalen räumen müssen. Die Erpresser hatten damit gedroht, verschiedene Produkte von drei internationalen und einem griechischen Konzern zu vergiften. Die „Grüne Nemesis“ hatte verkündet, sich einige Produkte von Coca-Cola, Nestle, Unilever und dem griechischen Konzern Delta aus Supermärkten in Athen und Umgebung „angeeignet“ und mit Chlor und Salzsäure vergiftet zu haben. Sie werde die verseuchten Produkte zwischen dem 22. Dezember und 5. Jänner in die Regale zurückstellen, drohte die Anarchistengruppe im Vorjahr. Die Anarchistengruppe hatte mit einer ähnlichen Aktion bereits im Jahr 2013 von sich reden gemacht. (APA/dpa/AFP)