Güterverwaltung im Vatikan wird von Argentinier geleitet
Vatikanstadt (APA) - Für die einflussreiche vatikanische Güterverwaltung (APSA) hat Papst Franziskus als zusätzliche Kraft einen Landsmann n...
Vatikanstadt (APA) - Für die einflussreiche vatikanische Güterverwaltung (APSA) hat Papst Franziskus als zusätzliche Kraft einen Landsmann nach Rom geholt. Der emeritierte Bischof von San Ramon de la Nueva Oran, Erzbischof Gustavo Oscar Zanchetta (53), werde Assessor der APSA-Verwaltung, teilte der Vatikan laut Kathpress am Dienstag mit.
Die Güterverwaltung arbeitet als eine Art Schatzamt und Zentralbank für den Heiligen Stuhl und den Vatikanstaat, ist aber auch für dessen Immobilien zuständig. Die Stelle eines Assessors gab es dort laut Vatikanischem Jahrbuch bisher noch nicht. Präfekt der vatikanischen Güterverwaltung ist der italienische Kardinal Domenico Calcagno. Mitglied der APSA ist unter anderem auch der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki.
Weil die APSA in der Vergangenheit mehrfach wegen unsauberer oder illegaler Finanzgeschäfte in die Schlagzeilen geraten war, hatte Papst Franziskus 2016 verfügt, Verwaltung der Güter und Aufsicht über die Verwaltung zu trennen. Für die Aufsicht über die APSA ist das von Franziskus neu geschaffene Wirtschaftssekretariat zuständig. Dessen Leiter, der australische Kardinal George Pell, lässt sein Amt derzeit ruhen, weil er sich in Australien vor Gericht wegen sexuellen Missbrauchs verantwortet.
Zanchetta war erst 2013 zum Bischof von San Ramon ernannt worden und am 1. August dieses Jahres 2017 krankheitsbedingt zurückgetreten.