Letzte Renovierungsetappe in Stift Göttweig beginnt
Göttweig (APA) - In Stift Göttweig ist am Dienstag der Startschuss zur sechsten und letzten Etappe der Renovierung gefallen. Für 2018 ist la...
Göttweig (APA) - In Stift Göttweig ist am Dienstag der Startschuss zur sechsten und letzten Etappe der Renovierung gefallen. Für 2018 ist laut Kathpress die Dachsanierung des noch fehlenden Teils - Burg und Wirtschaftsgebäude - geplant. 18.000 Quadratmeter Dachfläche und damit 630.000 Dachziegel müssen erneuert werden.
Die Gesamtkosten der Renovierung dürften bis zu 6,8 Millionen Euro betragen, sagte Abt Columban Luser. Für 2018 würde rund eine Million Euro benötigt. 25 Prozent kommen vom Land Niederösterreich, 15 Prozent wie auch schon in den vergangenen Jahren vom Bund. Einen wesentlichen Beitrag leistet ein eigener Förderverein, der rund 15 Prozent und damit mindestens 150.000 Euro zuschießen will. Der Löwenanteil von etwa 50 Prozent der Renovierungskosten müsse freilich das Stift selbst aufbringen, so Kathpress.
Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner (ÖVP), die mit Luser dem Kuratorium für die Sanierung vorsteht, unterstrich die kulturelle, wirtschaftliche und touristische Bedeutung von Göttweig, aber auch der vielen anderen Klöster in Niederösterreich. So habe das Land die Renovierungen aller Stifte in den vergangenen zehn Jahren mit insgesamt 16,5 Millionen Euro unterstützt. Es gelte, das reiche kulturelle und spirituelle Erbe für die nachkommenden Generationen zu bewahren.
Stift Göttweig gehören etwa 40 Mönche an. Rund die Hälfte lebt in Pfarren, die sie für das Stift betreuen. Die Haupteinkommensquelle des Klosters ist die Forstwirtschaft, aus der bis zu einer Million Euro pro Jahr in die Kasse fließt. Fast 10.000 Übernachtungen jährlich verzeichnet der Tourismusbetrieb. Das Stift hat etwa 100 Mitarbeiter, die sich um den Wirtschaftsbetrieb kümmern.
2018 ist von 17. März bis 1. November die Sonderausstellung“Stift Göttweig brennt - Schicksalsjahr 1718“. Vor 300 Jahren wurden große Teile des früheren Klosters durch einen Brand zerstört, was schließlich zum barocken Neubau führte. Das damals errichtete Dach ist Gegenstand der aktuellen umfassenden Sanierungen, die laut Luser noch im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen.