Europas Leitbörsen trudelt kurz vor Handelsschluss weiter ab

Frankfurt am Main (APA) - Vor den weihnachtlichen Feiertagen ist am Dienstag Ruhe an den europäischen Leitbörsen Ruhe eingekehrt. Kurz vor H...

Frankfurt am Main (APA) - Vor den weihnachtlichen Feiertagen ist am Dienstag Ruhe an den europäischen Leitbörsen Ruhe eingekehrt. Kurz vor Handelsschluss trudelte der Index weiter ins Minus, nach einem eher ruhigen Handelsverlauf. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 27,20 Einheiten oder 0,75 Prozent auf 3.582,22 Zähler.

Belastet dürfte die Zurückhaltung der Anleger an den US-Börsen vor Abstimmung zur Steuerreform haben. Die Aussicht, dass Präsident Donald Trump seine Unterschrift noch vor Weihnachten unter die Steuerreform in den USA setzen kann, hatte am Vortag noch weltweit die Börsen beflügelt.

Allerdings rücken die Weihnachtsfeiertage näher. Währenddessen werden reduzierte Handelsvolumina am Markt erwartet. Die Stimmung bleibe aber insgesamt positiv, weswegen man sowohl mit einem weiteren Aufwärtstrend als auch mit möglichen Gewinnmitnahmen rechnen müsse, meinte ein Experte.

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich am Jahresende überraschend eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 117,2 Zähler von dem im Vormonat erreichten Rekordwert von 117,6 Punkten, wie das Münchner ifo-Institut mitteilte. „Zur Weihnachtszeit ist die Stimmung in den deutschen Chefetagen ausgezeichnet, aber nicht mehr ganz so euphorisch wie im Vormonat“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Bei den Einzelwerten in London stiegen die Aktien von Carnival nach Vorlage von Geschäftszahlen für das Gesamtjahr um 1,16 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Mrd. Dollar, nach 2,6 Mrd. Dollar im Vorjahr. Dialog Semiconductor erholte sich von den Verlusten der vergangenen Tage und stiegen um 8,2 Prozent. Der chinesische Großaktionär Universität Tsinghua erhöht seinen Anteil auf 9,01 Prozent.

An der Frankfurter Börse verlieh ein optimistischer Geschäftsausblick von Hugo Boss den Aktien des Modekonzerns Rückenwind. Sie stiegen um 1,2 Prozent.

Unterdessen fürchtet Steinhoff um seine Kreditlinien bei Banken. Die Kreditlinien würden immer öfter gestrichen oder ausgesetzt, heißt es. Nach eigenen Angaben saß der Möbelhändler am 14. Dezember auf ausstehenden Schulden in Höhe von 10,7 Mrd. Euro. Die Steinhoff-Aktie, die seit einem Kursabsturz Anfang Dezember nur noch zu Cent-Beträgen gehandelt wird, stürzte nach den Nachrichten weiter in den Keller. Sie gingen am Dienstag mit einem Kursverlust von zwanzig Prozent aus dem Handel.

In Frankfurt drehten die Aktien von Wacker Chemie nach einem Mehrjahreshoch von 164,85 Euro mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 160,00 Euro in die Verlustzone. Anleger dürften Kasse gemacht haben.

Außerdem erreichten die Papiere der Vonovia zwischenzeitlich ein Allzeithoch. Das Übernahmeangebot des Immobilienkonzerns für den österreichischen Konkurrenten Buwog bewerten Finanzanalysten einhellig positiv. Das im DAX notierte Unternehmen bietet den Buwog-Anteilseignern 29,05 Euro pro Aktie. „Für uns ist der angebotene Preis vernünftig“, meint etwa Analystin Christine Reitsamer von der Baader Bank. Schlussendlich gingen Vonovia mit minus 0,57 Prozent bei 41,64 Euro und die Buwog mit minus 0,03 Prozent bei 28,80 Euro aus dem Handel.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.420,63 13,74 0,40 3.406,89 Frankfurt DAX 13.215,79 -96,51 -0,72 13.312,30 London FT-SE-100 7.544,09 7,08 0,09 7.537,01 Paris CAC-40 5.382,91 -37,67 -0,69 5.420,58 Zürich SPI 10.764,36 -47,38 -0,44 10.811,74 Mailand FTSEMIB 22.274,97 -115,56 -0,52 22.390,53 Madrid IBEX-35 10.234,30 -12,00 -0,12 10.246,30 Amsterdam AEX 552,03 -1,26 -0,23 553,29 Brüssel BEL-20 4.020,87 -3,78 -0,09 4.024,65 Stockholm SX Gesamt 1.611,43 -4,20 -0,26 1.615,63 Europa Euro-Stoxx-5 3.582,22 -27,20 -0,75 3.609,42

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Euro-Stoxx 391,72 -1,76 -0,45 393,48 ~

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